Leesdorfer Stadtrat geht in Offensive. Leesdorfer ÖVP-Stadtrat Michael Capek kreiert Info-Folder und verteidigt Wohnbauprojekt.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. September 2020 (05:12)
Leesdorfs ÖVP-Stadtrat Michael Capek verteilte persönlich an die Anrainer des geplanten Spitalsgärten-Projekt ein Info-Faltblatt mit einem großen Überblick zum umstrittenen Bauvorhaben der Alpenland.
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Wie berichtet, erzielte die neu gegründete überparteiliche Plattform zum Bauprojekt „Spitalsgärten“ mehr als genug Unterschriften für eine Behandlung ihrer drei Initiativanträge. Die Abstimmung dazu erfolgte am Dienstag in der Gemeinderatssitzung (nach Redaktionsschluss). Einige Tage zuvor machte ÖVP-Stadtrat Michael Capek, der selbst im betroffenen Stadtteil Leesdorf wohnt, mit einer Infokampagne mobil.

Da die Stadtgemeinde Baden erst offiziell informiere, wenn die Entwürfe der Einreichpläne vorlägen, ließ er auf eigene Initiative ein Faltblatt drucken, um vorab eine Übersicht zum geplanten Spitalsgärten-Projekt zu liefern. „Meine Ambition für den Infofolder war eine flächendeckende Information an die Anrainer, die in den letzten Wochen mit einem teilweise verzerrten Bild des Projekts konfrontiert waren“, erklärt Capek zur NÖN.

Er komme hier „wie die Jungfrau zum Kind“, meint er: 2014, als das Projekt mit 350 Wohneinheiten präsentiert wurde, „war ich noch nicht einmal in der Politik – die jetzigen Betreiber der Initiative dagegen allesamt schon“, sagt er und vermisse ihren Aufschrei damals.

Capek erinnert daran, dass er die Anrainer über die Jahre hinweg über die Fortschritte informiert habe, „wenn auch immer nur in kleinen Häppchen – ich kenne sonst keinen, der das gemacht hat“, merkt er an.

Er sei vor seiner Polit-Zeit dem Projekt skeptisch gegenüber gestanden. „Da ich mich als Mitgestalter und Ermöglicher und nicht als Verhinderer einbringe, habe ich mit einigen anderen über die Jahre für Verbesserungen und Reduktion der Dimension gekämpft.“ Jetzt habe man das Projekt „in eine vielversprechende Form gebracht“. Der neue Wohnbau passe sich an bestehende Gebäude an. Die Schwartzstraße 54 sei etwa 16,2 Meter, die Kanalgasse 15 bis zu 15,5 Meter und das Krankenhaus 21 bis 28 Meter hoch und das alte Schwesternheim nur ein wenig niedriger als das Spital.