Unfalltod eines 8-jährigen: Ex-Zivildiener verurteilt. Der tragische Unfall, der am 24. April beim ÖBB-Parkhaus zum Tod eines 8-jährigen Buben geführt hat, hatte nun ein gerichtliches Nachspiel. Der Fahrer des Transporters, ein 21-jähriger damaliger Zivildiener, wurde wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Dezember 2019 (03:58)
Noch heute erinnert am Unglücksort dieses Gedenkkreuz an den tragischen Unfall im heurigen April, den der achtjährige Jakob das Leben kostete.
Fussi

Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Mann mit dem Kleinbus über zwei Sperrlinien und bog trotz Abbiegeverbot von der Dammgasse links ab. Es kam zur Kollision mit dem Kind, das mit einem Scooter unterwegs war, und der Bus überrollte den Buben. Der Angeklagte bekannte sich schuldig, erklärte aber, geglaubt zu haben, dass das Abbiegeverbot für die nächste Kreuzung gelte. Laut den Bildern vom Tatort ist diese aber rund 200 Meter entfernt.

Er gab weiters an, den Scooterfahrer nicht gesehen zu haben und erst durch das Geräusch der Kollision auf ihn aufmerksam geworden zu sein. Die Sperrlinien habe er für Leitlinien gehalten. Der junge Mann vor Gericht: „Mein größter Wunsch wäre, das alles ungeschehen zu machen.“ Der Richter bei der Urteilsverkündung: „Worte können dem Vorfall nicht gerecht werden. Es ist ein Wahnsinn für die Eltern, aber auch für den Angeklagten, der mit dieser Schuld weiterleben muss.“

„Mein größter Wunsch wäre, das alles ungeschehen zu machen“

Er verurteilte ihn zu sechs Monaten bedingter Haft und sprach den Eltern 10.000 Euro für die Begräbniskosten zu. Der Angeklagte erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, somit ist das Urteil nicht rechtskräftig.