Ortschef spendet Spital über 16.000 Euro. Josef Sam ersuchte an seinem 70er um Geldzuwendungen für Eisenstädter Spital. Es wurden letztlich über 16.000 Euro.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 22. Oktober 2019 (04:00)
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt
Reinhold Renner, Silke Göltl, Frater Daniel Katzenschläger, Maria und Josef Sam, Christoph Semmelweis; Andrea Müllner sowie Sams Tochter Manuela und Enkel Ines.

Wie die NÖN berichtete, feierte Bürgermeister Josef Sam (SPÖ) vor wenigen Wochen seinen 70. Geburtstag mit über 1.000 Reisenbergern sowie vielen Freunden und Weggefährten. Sam wollte damals keine Geschenke, sondern sammelte Spenden für ein besonderes Herzensprojekt.

Die Vorgeschichte: Beim Reisenberger Ortschef wurde im Jahr 2014 in der Abteilung für Chirurgie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, durch Primar Reinhold Renner bei einer laparoskopischen Darmoperation ein bösartiger Tumor festgestellt und entfernt. Es folgten chemotherapeutische Zyklen auf der onkologischen Station des Eisenstädter Krankenhauses. Doch trotz der schweren Erkrankung übt Sam weiter sein Bürgermeisteramt aus und steht mitten im Leben.

„Auf die Therapien hat Herr Sam optimal angesprochen“, berichtet Primar Renner über seinen Patienten, mit dem ihn mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis verbindet. „Er ist auch ein Beispiel dafür, was die Kraft des positiven Denkens bewirken kann.“

Am vergangenen Mittwoch wurde der gesammelte Spendenbetrag von 16.480 Euro übergeben. Je ein Drittel an die chirurgische Abteilung, die Onkologie im Krankenhaus „Barmherzige Brüder“ und an die österreichische Krebshilfe Burgenland. Stellvertretend nahmen Abteilungsvorstand Primar Reinhold Renner, Oberarzt Christoph Semmelweis und Krebshilfegeschäftsführerin Andrea Konrath die Spendenschecks entgegen.

Der Langzeitpatient, den im Krankenhaus alle nur „den Bürgermeister“ nennen, gab dem behandelnden Krankenhausteam bei der Verabschiedung noch ein herzliches „Bleibt so, wie ihr seid“ mit auf den Weg.