Erleichterung für Schanigärten in Baden. Erweiterung der Badener Gastgärten soll ohne Mehrkosten ermöglicht werden. Stadtführung plant Förderung in der Höhe der jeweils vorzuschreibenden Abgaben.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:33)
Die Tische in den Badener Schanigärten stehen bald wieder bereit.
Fussi, Fussi

Die notwendigen Zugangs- und Platzbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem die Verantwortlichen von Gas-tronomiebetrieben schwer. „Wir rechnen damit, dass viele Schanigarten-Betreiber aufgrund der erforderlichen Mindestabstände und des damit einhergehenden erhöhten Platzbedarfes eine Erweiterung ihrer Schanigärten überlegen“, erklärt Bürgermeister Stefan Szirucsek.

Der Stadtchef geht fix davon aus, dass nach der Wiedereröffnung der Gastronomie entsprechende Ansuchen bei der Stadtgemeinde einlangen werden. „Wir wollen gezielt helfen“, unterstreicht Szirucsek.

„Um eine zusätzliche finanzielle Belastung für diese Betriebe im Jahr 2021 zu vermeiden, entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Mai über eine Förderung in der Höhe der jeweils vorzuschreibenden Abgaben“, kündigt er an. Aktuell sind in der Stadt Baden insgesamt 42 Schanigärten (Gastgärten) genehmigt, wobei einzelne Gastronomiebetriebe auch mehrere Genehmigungen besitzen, ergänzt er.

Auch gibt es Betriebe mit mehreren Betriebsstätten und daher mehreren Schanigärten. Die genehmigten Flächen sind laut dem Bürgermeister sehr unterschiedlich und reichen von 2 m² (ein Stehtisch) bis zu 120 m². „Welche Betriebe Schanigärten erweitern werden, kann derzeit jedoch noch nicht abgeschätzt werden“, entgegen Szirucsek auf Nachfrage.

Mögliche Erweiterungen der Gastgartenflächen würden genau abgemessen werden. Denn Bedingung ist, dass die Feuerwehr noch zufahren kann. Insgesamt stelle man mit dem nun geplanten Gemeinderatsbeschluss sicher, dass alles formal korrekt abläuft. Die Lösung, die im Vorjahr umgesetzt worden sei, sei „aus der Not geboren“, erklärt Szirucsek. „In einer gut verwalteten Stadt gehört alles sauber gemacht“, betont auch Vizebürgermeisterin Helga Krsimer (Grüne). Beide stellen klar, dass die Stadtgemeinde Baden hinter ihren Wirtschaftsbetrieben stehe und die Unternehmer unterstütze. Individuelle Unterstützung, wo sie gebraucht werde, sei dabei ebenso vorgesehen wie generelle Erleichterungen.