"Ente gut, alles gut" dank Berndorfer Feuerwehr. Entenküken verirrte sich im Berndorfer Kanalsystem. Feuerwehr rückte aus und konnten den kleinen Ausreißer einfangen.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 15. Juni 2019 (03:52)
FF-Berndorf/ Florian Stadler
Michael Berger von der FF-Berndorf Stadt mit dem geretteten Küken.

Die Kameraden der Feuerwehr mussten zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken. Sie wurden von aufmerksamen Passanten verständigt, dass ein oder mehrere Entenküken eventuell in einem Kanalschacht eingeschlossen seien.

Tatsächlich vernahm man ein klägliches Quaken aus einem Regenwasserabflussschacht. Auch die Entenmutter watschelte verzweifelt mit drei ihrer Jungen zwischen den Kanaleinlässen und versuchte, ihren Nachwuchs zu befreien.

„Eine Erstbefragung der Polizei zum Unfallhergang verlief wegen mangelnder Kommunikationswilligkeit der Entenmutter allerdings negativ“, erzählt der Leiter des Verwaltungsdienstes Michael Gebhard lachend. Sie verließ dann auch den Tatort mit ihren drei restlichen Jungen in Richtung Triesting und überließ ihr abhanden gekommenes Junge seinem Schicksal und uns Florianis. Sämtliche Fangversuche zwecks Familienzusammenführung verliefen negativ“.

Die anschließende Bergung des im Kanal verirrten Kükens gestaltete sich als sehr schwierig, denn ein kleines Wesen im verzweigten System zu orten ist fast unmöglich. Nicht aber für die Feuerwehr, denn sie konnte tatsächlich den kleinen Quaker bergen.

Nachdem sich die Entenmutter ihren elterlichen Pflichten entzogen hatte und aus dem Staub machte, wurde das Findelkind zur Wildtierstation in Gloggnitz gebracht, wo es nun liebevoll aufgezogen wird.