Amateurgala bringt Siege von Weil und Stocker. Der diesjährige Pfaffstätten-Renntag stand im Zeichen der Amateure. Highlights waren die beiden Vorläufe zur Badener Amateurfahrermeisterschaft. Die Siege gingen an Lisa-Marie Weil und Mathias Stocker.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 04. August 2020 (17:38)
Mathias Stocker legte die Tagesbestzeit auf die Badener Trabrennbahn und sicherte sich den Sieg im zweiten Vorlauf zur Amateurfahrermeisterschaft.
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Der diesjährige Pfaffstätten-Renntag wurde als „Gala der Amateure“ veranstaltet, wobei sechs der zwölf Rennen den „Hobbyfahrern“ vorbehalten waren, eines davon den Damen. Hier holte Tnja Leitinger mit Tosca King den Sieg. Die wichtigsten Rennen waren allerdings der erste und zweite Vorlauf zum Badener Amateurfahrermeisterschaft: Der erste Vorlauf versprach mit den Seriensiegern Chuckaluck, Iron Beuckenswijk und Aquila Venus besondere Spannung über die Mitteldistanz von 2. 100 Meter. 

Chuckaluck ist immer auf Trab

Gleich zu Beginn sicherte sich mit einem enorm schnellen Antritt Chuckaluck mit Lisa-Marie Weil von außen die Spitze. Eagle Grennwood, mit Thomas Royer an den Zügeln, griff gleich im ersten Bogen an und verdrängte die junge Salzburgerin von der Führungsposition. Wenig später konterte die Tochter der Pongauer Traberlegende Walter Kössner (und einer Pfaffstättnerin) mit ihrem Chuckaluck.

Eine Zeit lang war Kronprinz Rudolf mit Josef Grube junior der erste Verfolger, dann griff wieder Eagle Greenwood mit dem mehrmaligen Staatsmeister Thomas Royer an, aber Lisa-Marie ließ sich nicht mehr von der Spitze verdrängen und siegte das vierten Mal in Folge. Da ihr Chuckaluck wenig Lust hatte, stehen zu bleiben, musste die Siegerehrung im Vorbeigehen durchgeführt werden. 

Amicellina trabt zur Tagesbestzeit

Beim zweiten Vorlauf waren – wieder über 2. 100 Meter – zwölf absolute Spitzenpferde am Ablauf, wobei allgemein die ehemalige Derbysiegerin I love You Darling mit dem regierenden Staatsmeister Johann Preining junior zu favorisieren war. Aber es kam wieder einmal anders als gedacht: Mathias Stocker nutzte mit seiner bereits neunjährigen deutschen Stute Amicellina die günstige Startnummer eins und setzte sich gleich in Führung.

Das war schon die halbe Miete für den Sieg, denn er hielt unterwegs das Tempo hoch und ließ niemanden heran. Im Schlussbogen kam Mathias Walcher mit Mentor Venus näher, aber Stocker konnte Amicellina noch weitere Reserven entlocken und feierte in Tagesbestzeit von 1:15,4 Minuten (gemeinsam mit Amici P und Karl Höbart, allerdings über kürzere Strecke) einen ungefährdeten Sieg vor Mentor Venus und Mister Big Yankee mit Rene Karlovatz.

Fischer war erfolgreichster Aktiver

Erfolgreichster Aktiver war eindeutig (in Abwesenheit des in Berlin fahrenden Staatsmeisters Gerhard Mayr) Christoph Fischer mit zwei Fahrersiegen und nicht weniger als vier Trainersiegen. Trotz des schwülen Wetters waren die Besucher und die Veranstalter froh, dass die angekündigten Gewitter den Renntag verschonten. Die nächsten beiden Renntage sind am Sonntag (ab 14.15 Uhr) und am kommenden Dienstag (ab 11.40 Uhr).

Ergebnisse

1. Rennen: Tirana mit Josef Maier in 1:18,5 Minuten vor Annabelle Venus und Hacker the Best

2. Rennen: Hardtocatch SR mit Thomas Pribil in 1:15,5 vor Passionate Dream und Indigo Mo

3. Rennen: Tosca King mit Tanja Leitinger in 1:20,1 vor Truman Venus und Geraldine SR

4. Rennen (Doppelsitzer): Christallo SR mit Mario Zanderigo/Niklas Paar in 1.21,4 vor Boogie Pat und Cadence

5. Rennen: Ceyenne TN mit Ari Kaarlenkaski in 1:16,1 vor Hannes Venus und Funny Rose Venus

6. Rennen: Chuckaluck mit Lisa-Marie Weil in 1:16,1 vor Eagle Greenwood und Kronprinz Rudolf

7. Rennen: Morley mit Christoph Fischer in 1:20,0 vor Twinky Venus und Spectra

8. Rennen: Quinta mit Rupert Schwaiger in 1:16,4 vor Elegance und Motivation JDS

9. Rennen: Amici P mit Karl Höbart in 1:15,4 vor Amber und Virgil Venus

10. Rennen: Amicellina mit Mathias Stocker in 1:15,4 vor Mentor Venus und Mister Big Yankee

11. Rennen: Lord Possessed mit Johann Preining jun. In 1:19,2 vor Attila Venus und Rebell Venus

12. Rennen: Matrix Venus mit Christoph Fischer in 1:16,7 vor Lia Sunrise und Admiral Fuchs