Babler kündigt den „Papa-Monat“ an. SPÖ-Stadtchef will im April bezahlte Auszeit für Mitarbeiter der Gemeinde einführen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Februar 2019 (03:55)
Philipp Grabner

Rund um die Debatte um einen „Papamonat“ meldete sich in der Vorwoche Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) zu Wort. Weil frischgebackene Väter die Möglichkeit haben sollten, die erste Zeit mit ihrem Baby zu verbringen, werde die Stadt in diesem Bereich vorangehen und ab April den bezahlten „Papa-Monat“ für die knapp 250 städtischen Bediensteten einführen. Bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung werde man einen entsprechenden Antrag einbringen, so der Bürgermeister: „Wir freuen uns, damit die jungen Familien in ihrer ersten gemeinsamen Zeit unterstützen zu können!“ Kritik kam von FPÖ-Klubobmann Reinhard Langthaler. Zwar begrüße er, dass Babler „den Vorstoß unseres Vizekanzlers Strache“ unterstütze, aber: „In der Privatwirtschaft sind Papamonate bei vollen Bezügen nicht zu finanzieren und einfach unrealistisch.“ Langthaler sehe daher einen Verstoß „gegen das Gleichheitsprinzip.“

Auf Bundesebene hieß es zuletzt von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass ressortübergreifend ein Modell entwickelt werden solle. Man müsse aber auf die „Interessen der Wirtschaft“ Rücksicht nehmen.