Betriebsbesuch: Helfer in Krisenzeit. Österreichs größter Kunststoffverarbeiter ist aus Unterwaltersdorf. Während Pandemie Produktion von Schutzmänteln.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 02. Juli 2020 (05:13)
NÖBEG Geschäftsführer Stefan Chalupa, VP-Gemeinderat Heinrich Humer (Ebreichsdorf), ecoplus Kunststoff-Cluster Manager Harald Bleier, Coreth-Geschäftsführer Stefan Chalupnik, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Coreth-Geschäftsführer Christian Coreth.
Thomas Lenger

Seit dem Jahr 1980 produziert die „G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH“ innovative Folien-Verpackungsprodukte. Mit seinen mehr als 100 Mitarbeitern produziert das Unternehmen jährlich rund 35.000 Tonnen Kunststofffolien, die ökologischen Anforderungen entsprechen und allesamt recyclingfähig sind.

Rund die Hälfte der Produktion am einzigen Standort in Unterwaltersdorf geht ins Ausland. Um im Kunststoffbereich international so erfolgreich zu sein, bedarf es einerseits einer starken technologischen Ausrichtung und gleichzeitig einer hohen Flexibilität, welche sich auch während des Lockdown zeigte.

„Es war uns ein großes Anliegen, in der Krise durch den Einsatz unserer Unternehmensressourcen möglichst schnell helfen zu können. In nur wenigen Tagen konnte so eine Produktion für die Herstellung von Vormaterialien für Schutzmäntel auf die Beine gestellt werden. Unsere Mitarbeiter haben hier großartiges geleistet“, sind sich die beiden Geschäftsführer Christian Coreth und Stefan Chalupnik einig.

Das Unternehmen befasste sich während der Pandemie intensiv mit der Produktion von Schutzmänteln und entwickelte eine Variante, wie aus den Folien in kürzester Zeit eine große Menge an Schutzmänteln halbgefertigt werden können.

„Wir können jederzeit die Produktion von ausreichend Schutzmänteln für Österreich starten“, sagt Christian Coreth. Diese müssen dann nur noch von einem anderen Unternehmen fertiggestellt werden.

„Wichtig, vom Ausland unabhängig zu bleiben“

„Die Coronakrise hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, produzierende Unternehmen bei uns im Land zu haben und dadurch im Bedarfsfall nicht auf die Versorgung aus dem Ausland angewiesen zu sein. Die Bereitschaft und das Engagement der Firma Coreth, eine entsprechende Produktionsschiene aufzubauen, ist beispielhaft“, betont Landesrat Jochen Danninger (ÖVP).

Das Familienunternehmen investierte in den vergangenen Jahren intensiv am Standort in Unterwaltersdorf. So wurde auch eine eigene Recyclinganlage in Betrieb genommen. „Wir investieren ausschließlich in den Standort hier in Unterwaltersdorf“, bestätigt die Firmenführung auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Ebreichsdorf. Diese war bei der Führung durch ÖVP-Gemeinderat Heinrich Humer vertreten.