"Bauer & Bobo" im Kurpark Baden ABGESAGT

Erstellt am 05. Juli 2022 | 17:02
Lesezeit: 3 Min
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Florian Klenk und Christian Bachler verbindet eine tiefe Freundschaft.
Foto: Florian Klenk
Im Rahmen von „Stadt:Kultur“ hätten am Mittwoch, 6. Juli, 19.30 Uhr, Florian Klenk und Christian Bachler alias „Bauer und Bobo“ im Kurpark gastiert. Die Lesung  muss leider krankheitsbedingt verschoben werden. Ersatztermin ist der 7.11.2022. im Casino Baden!

Der Falter-Chefredakteur und der Landwirt, der den höchstgelegenen Bauernhof der Steiermark bewirtschaftet, wollten aus ihrem gemeinsamen Buch lesen und zeigen, warum es sich lohnt, mit Leuten zu reden, deren Meinung man nicht teilt.

Christian Bachler stand uns davor im NÖN-Gespräch über seine Freundschaft mit Florian Klenk aber Rede und Antwort.

NÖN: Herr Bachler, waren Sie schon in Baden, kennen Sie den Kurpark?

Christian Bachler: Ja, ich war schon in Baden, aber nur für einen Kurzbesuch. Den Kurpark kenne ich noch nicht, habe aber schon viel Positives gehört.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Florian Klenk entstanden?

Bachler: Florian Klenk hat sich vor einigen Jahren zum sogenannten Kuh-Urteil in Tirol mehrfach geäußert und vertrat dabei eine Position, die ich nicht verstehen konnte. Daraufhin reagierte ich mit einem Video auf seine Aussagen und lud ihn zu einem Praktikum auf unseren Hof ein. Daraus entstand eine tiefe Freundschaft, die uns trotz absolut unterschiedlicher Lebenswelten verbindet.

Hätten Sie sich vorweg diese Entwicklung erwartet?

Bachler: Die Entwicklungen, die aus dieser Bekanntschaft entstanden, waren völlig unerwartet und sind ja fast ein modernes Märchen.

Was schätzen Sie an Florian Klenk besonders?

Bachler: Florian ist ein ähnlicher Sturkopf wie ich, der seine Meinung vertritt und es nicht scheut, die Nase in den Wind zu halten. Es gehört schon Schneid‘ und Ausdauer dazu, sich laufend mit den wirklich Mächtigen im Land anzulegen. Er ist aber jemand, der auf sein Gegenüber offen zugeht und sich selbst eine Meinung bildet.

Was wünschen Sie sich, dass die Zuschauer mitnehmen?

Bachler: Wir wollen den Zuschauern Einblick in eine Welt geben, die den meisten von uns verborgen bleibt. Wir wollen zeigen, wo unsere Agrarpolitik hinführt, dass sie unterm Strich menschliches und tierisches Leid produziert, nur um einige noch reicher zu machen. Wir wollen aber auch zeigen, dass man hin und wieder streiten kann und sogar muss.