72 Katzen und jede Menge Chihuahuas. Das Team hat derzeit alle Hände voll zu tun. Neuzugänge nach einem Animal Hoarding-Fall sind zeit- und kostenintensiv.

Von Susanne Müller. Erstellt am 05. September 2021 (16:18)

Kaum eine Minute zum Verschnaufen gibt es derzeit für das Tierheim-Team. „Zur Zeit leben 72 Katzen im Tierheim Bruck bzw. auf Pflegestellen“, erzählt Obfrau Anna Zwettler, dass zuletzt zahlreiche Katzen mit Kitten, sowie Kätzchen ohne Mutter und junge erwachsene Funkatzen im Tierheim abgegeben wurden. „Vor allem die medizinische Versorgung der Kitten kostet viel Geld“, erzählt Zwettler, dass darüber hinaus bei zwei Katern Zahnbehandlungen nötig sind.

Eine große zusätzliche Aufgabe kam auf die Tierheim-Mitarbeiter zu, nachdem ein Fall von Animal Hoarding Fall im Waldviertel bekannt geworden war. „107 Chihuahuas haben bei einer Frau in einem Haus gelebt, mittlerweile ist die offizielle Zahl bei 132 Tieren. Alle niederösterreichischen Tierheime haben sich bereit erklärt, Chihuahuas bei sich aufzunehmen“, s Zwettler. Das Brucker Tierheim hat eine Hündin mit zwei Welpen, fünf weitere Welpen und drei erwachsene Hündinnen aufgenommen.

„Bei den Hündinnen werden wir einen Ultraschall durchführen müssen, da eine Trächtigkeit nicht ausgeschlossen werden kann“, so Zwettler. Nele, ein Welpe, leidet an einer Stoffwechselstörung und musste in der Tierklinik behandelt werden. „Die notwendigen medizinischen Untersuchungen belasten unser Budget sehr. Wir sind für jede Spende dankbar“, hofft Zwettler auf Unterstützung. Spenden können unter dem Betreff „Chihuahuas 2021“ an das Tierheimkonto AT66 2021 6249 1468 2900 getätigt werden.

„Auch Futter brauchen wir dringend, da die Hunde alle zwei bis drei Stunden gefüttert werden müssen. Rinti Junior und Rinti Huhn mögen sie und vertragen sie am besten“, so Zwettler. Auch Decken werden benötigt. Die Spenden können während der Öffnungszeiten im Tierheim abgegeben werden. Anfragen zu den Chihuahuas sind erst ab 1. Oktober möglich.