Kiosk im Parkbad wird zum Streitfall. Wegen langer Wartezeiten soll ein zweiter Verkaufsstand im Parkbad gebaut werden. Debatte, weil Gemeinde die Kosten trägt.

Von Susanne Müller. Erstellt am 25. April 2019 (05:17)
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Das Parkbad soll einen zusätzlichen Kiosk bekommen, der als Erweiterung der Kantine dienen soll.

In knapp einer Woche beginnt im Parkbad wieder die Saison. Augenscheinlich gefragt ist dort auch das Angebot der Kantine, denn die Kunden müssen oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Geplant ist deshalb, einen zweiten Verkaufsstand zu errichten, damit mehr Kunden gleichzeitig bedient werden können.

Dafür soll die Terrassenfläche erweitert und ein Unterbau samt Kanalanschluss errichtet werden. Bedeckt würden die 5.000 Euro Materialkosten aus dem Budgetüberschuss aus dem Vorjahr. Denn im heurigen Budget vorgesehen sei die Maßnahme nicht.

Die Auftragsvergabe an die Strabag erfolgte im Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und FPÖ. Die ÖVP stimmte fast geschlossen dagegen, VP-Gemeinderat Werner Wenzel enthielt sich der Stimme.

Der Grund für die Ablehnung der VP lag darin, dass die Gemeinde die Kosten für die nötigen Unterbau-Arbeiten übernehmen soll, anstatt diese an die Pächterin weiterzugeben. Die habe nämlich sogar angeboten, die Kosten dafür zu übernehmen. „Und es gibt keine Vereinbarung, dass sich die Pacht für die erweiterte Verkaufsfläche erhöht“, zeigte sich VP-Sprecher Ronald Altmann verständnislos. Darüber hinaus sei auch nicht klar, ob der zusätzliche Kiosk nicht eine Änderung der Betriebsanlage erforderlich mache. Altmann kritisierte außerdem, dass das Vorhaben nicht im Budget vorgesehen sei. „Es kann mir niemand erklären, dass man das im Herbst noch nicht gewusst hat.“

SP-Bürgermeister Gerhard Weil betonte, dass es Sinn mache, dass die Gemeinde die Kosten trägt: „Die Stadt ist der Grundstückseigentümer. Hier geht es um Investitionen in Grund und Boden.“ Die Diskussionen über den Umbau hätten sehr wohl schon im Herbst begonnen. „Diese Möglichkeit wurde dann ausgearbeitet“, erklärte Weil, dass sich das bis zur Budgeterstellung nicht mehr ausgegangen sei.

Die Grünen befanden es im Unterschied zur ÖVP für gut, dass die Gemeinde für den Unterbau aufkomme. „Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass der Pachtvertrag auf den Cent genau gleich bleibt“, meinte Grün-Gemeinderat Roman Kral. Dazu erklärte Weil, dass bereits „ins Auge gefasst“ sei, über Änderungen im Pachtvertrag zu verhandeln. „Und die Erweiterung der Terrassenfläche brauchen wir sowieso“, meinte Weil.

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