Fachexkursion: Freilassing als Vorbild. Das Bratislava Umland Management organisierte eine Tour nach Salzburg. Schwerpunkt: grenzüberschreitender Nahverkehr.

Von Susanne Müller. Erstellt am 06. Mai 2019 (04:46)
Stadt Freilassing/Zeeb
Bei der Exkursion: Hainburgs Gemeinderat Rastislav Pavlik, Bergs Bürgermeister Andreas Hammer, Freilassings 1. Bürgermeister Josef Flatscher und Petronells Bürgermeister Martin Almstädter im Rathaus von Freilassing.

Das „Bratislava Umland Management“ (BAUM) organisierte eine zweitägige Fachexkursion in die Stadt Salzburg und deren nur acht Kilometer entfernte bayerische Nachbarstadt Freilassing.

„Ähnlich wie im Raum Bratislava, gibt es auch in Salzburg einen Trend zum grenzüberschreitenden Wohnen und Arbeiten. Diese Exkursion sollte insbesondere dazu dienen sich Inspirationen zu holen für eine vertiefte grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bratislava und deren österreichischen Umland“, erklärt Christian Berger vom BAUM. 25 Personen nahmen teil, darunter mehrere Vertreter von Gemeinden, die in Grenznähe zu Bratislava liegen, wie die Bürgermeister Martin Almstädter aus Petronell-Carnuntum und Andreas Hammer aus Berg und deren Kollegen aus den Grenzstadtteilen von Bratislava.

Mit dabei waren aber auch Mitarbeiter der Raumplanungsabteilungen von Niederösterreich, dem Burgenland und Bratislava, sowie der neue Sektionsleiter für Raumplanung der Stadt Bratislava, Marek Dinka. Einen besonderen Schwerpunkt setzte man bei der Exkursion auf das Thema grenzüberschreitender Nahverkehr, denn die Nähe der Stadt Freilassing zu Salzburg ist vergleichbar mit der Lage von Kittsee, Hainburg oder Marchegg zu Bratislava.

Zugverbindung im 15-Minuten-Takt

„Die Fahrt mit dem Zug vom Salzburger Hauptbahnhof ins deutsche Freilassing dauert gerade einmal zehn Minuten – im 15-Minutentakt verkehrt ein Regionalzug oder eine S-Bahn, zusätzlich verbindet noch eine Buslinie im 30-Minutentakt die Zentren der beiden Nachbarstädte“, erzählt Berger.

Die Teilnehmer der Exkursion zeigten sich von den dichten Verkehrsintervallen ins Nachbarland beeindruckt. Ebenso wie von der Tatsache, dass es bereits seit 2006 einen grenzüberschreitenden Verkehrsverbundgibt. Seit 1995 gibt es mit der „EuRegio“ dort eine Institution, die sich um grenzüberschreitende Belange kümmert. „Eine derartige Institutionalisierung ist auch ein Ziel für die Stadtregion Bratislava mit ihrem österreichischen Umland“, erklärt Berger.