Für Herbert ist Sache erledigt. FP-Bezirkspartei-Obmann und Nationalrat Werner Herbert will weiterarbeiten. Er kritisiert Neuwahl-Ausruf des Kanzlers.

Von Susanne Müller. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:06)
NÖN
Werner Herbert.

Im Bezirk gaben sich die Freiheitlichen nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos wortkarg. Einzig FP-Bezirksparteiobmann Werner Herbert nahm inhaltlich zu den Vorkommnissen Stellung. Er verweist darauf, dass Vizekanzler Heinz-Christian Strache und der FP-Klubobmann Johann Gudenus noch am Samstag ihre Funktionen zurückgelegt haben.

„Damit haben die FPÖ wie auch die involvierten Personen nicht nur klare Konsequenzen gezogen, sondern auch ihr Verantwortungsbewusstsein für unser Heimatland deutlich und unmissverständlich dargelegt“, betont Herbert. Er hat kein Verständnis dafür, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz „die gesamte Bundesregierung infrage gestellt und damit – offensichtlich aus reinem politischen Machtkalkül – die erfolgreiche Reformarbeit der letzen Jahre für unsere Bevölkerung jäh beendet wurde.“

Nun gelte es, mit Norbert Hofer als neuem FPÖ-Bundesobmann die „positive Arbeit für unsere Bevölkerung mit voller Kraft weiterzuführen“, sagt Herbert. Im Bezirk wolle man das Vertrauen der Wähler mit „Tüchtigkeit und Fleiß bestärken“, um wie bisher weiterarbeiten zu können. In jenen Gemeinden, in denen die FPÖ in Regierungskoalitionen ist, sehen die Koalitionspartner derzeit keinen Grund, die Zusammenarbeit infrage zu stellen.

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