Kampf den Gelsen. Das GEBL-Team ist bereits unterwegs, um Gelsenlarven in den Leithaauen zu töten und eine Plage zu vermeiden.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 17. Mai 2019 (04:08)
privat
Gelsen legen ihre Eier in stehende Gewässer. Diese sollten daher vermieden werden.

Die Mitglieder des Vereins zur Gelsenbekämpfung in den Leithaauen (GEBL) sind bereits unterwegs, um eine Gelsenplage im Sommer zu verhindern. Der feuchte Spätwinter und die steigenden Temperaturen im April haben zwar die Bildung von Gelsenlarven begünstigt, der GEBL zeigt sich allerdings zuversichtlich, diese rechtzeitig zu erwischen. „Würde man heuer nichts tun, hätte man spätestens Anfang Mai eine respektable Gelsenplage“, betont GEBL-Obmann Mark Hofstetter.

Eine ähnliche Situation wie im Vorjahr soll verhindert werden. Die Gelsenbekämpfung hatte damals zwar gut begonnen. Das Hochwasser im Mai verursachte allerdings Probleme. „Die dabei auftretenden Larven konnten wir nicht in dem Maße eindämmen, wie wir es eigentlich wollten. Dadurch kam es zu einigen sehr unangenehmen Wochen“, resümiert Hofstetter.

Hubschraubereinsätze sind keine Lösung

Um solche Fehler künftig zu vermeiden, wurden diverse Verbesserungsideen entwickelt und zum Teil auch schon umgesetzt. Hubschraubereinsätze sind laut Hofstetter allerdings keine Alternative. Aufgrund der kleinteiligen Wasserflächen würden diese nicht genehmigt werden. Zudem würden sie Mehrkosten für die Gemeinden verursachen.

Zur Bekämpfung der Gelsen wird das biologisch hergestellte Larvizid BTI verwendet. Dieses Mittel tötet ausschließlich Gelsenlarven. Zur Vermeidung einer Gelsenplage kann allerdings auch jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Die Vermeidung von stehendem Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle, denn in diese legt die Gelse ihre Eier. So sollten beispielsweise Regentonnen abgedeckt und Topfuntersetzer ausgeleert werden. Teiche im Garten sollten von Fischen oder Ähnlichem bewohnt werden. Erst in letzter Konsequenz können die Larven mit dem Mittel BTI bekämpft werden.