Klimaschutz hat für Grüne oberste Priorität

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:48
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Klimaschutz ist Programm: Gerhard Mölk, Viktor Nedjelik, Roman Kral und Sebastian Schirl-Winkelmaier.
Foto: Susanne Müller
Die Grünen wollen im Bezirk Bruck vor allem für den Bodenschutz eintreten und Mobilität neu denken.

„Wir dürfen den Schutz unserer Natur- und Agrarflächen nicht dem Zufall überlassen“, spricht Sebastian Schirl-Winkelmaier aus Gramatneusiedl, Spitzenkandidat der Grünen im Bezirk, eines der grünen Kernthemen an: den Bodenschutz.

Damit einher gehe auch das starke Auftreten gegen Flächenversiegelungen. „Ein Leerflächen-Kataster wäre sinnvoll, ebenso wie eine Leerstandsabgabe, damit für Spekulanten ein Kostendruck entsteht“, so Schirl-Winkelmaier.

Er will sich außerdem dafür einsetzen, dass die Windkraft aufs ganze Land ausgerollt wird. „Hier zeigt der Bezirk, wie es gehen kann, da können in NÖ noch viele Gebiete nachziehen“, betont er. Dazu gehöre auch, die Netz-Infrastruktur entsprechend auszubauen.

Ein Auto pro Familie muss reichen

Ein großes Thema für die Grünen ist auch der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrs. „Wir haben mit der Ostbahn und der S7 zwei gute Verkehrsadern im Bezirk. Was fehlt, ist das Zubringernetz“, so Schirl-Winkelmaier.

Für ihn sind Anrufsammeltaxis ein Anfang. Es brauche gute Anbindungen mit „Anschlussgarantie bei der Bahn“ und „gute Konzepte für die letzte Meile“. Das Ziel müsse sein, dass eine Familie mit einem Auto auskommt. „Dafür braucht es auch in jedem Dorf E-Car-Sharing-Angebote mit ausreichend Ladestationen“, so Schirl-Winkelmaier.

Insgesamt müsse der Klimaschutz oberste Priorität haben. „Es darf nichts mehr gebaut werden, ohne dass es ein Klimaschutzkonzept dafür gibt“, so der grüne Spitzenkandidat. Ein weiteres Schwerpunktthema sei für ihn der Flughafen.

Neben einer Reduktion der Belastung für die Bevölkerung in der Region stehe hier derzeit vor allem die Kritik an den Machenschaften rund um den größten Aktionär der Flughafen Wien AG im Vordergrund. „Da gehen Millionen Euro an Steuergeldern verloren“, so Schirl-Winkelmaier.

Hier hakt auch die Nummer drei auf der grünen Liste, Roman Kral aus Bruck, ein. „Hier wurde die politische Verantwortung nicht wahrgenommen und die Öffentlichkeit über Jahre hinters Licht geführt“, fordert Kral transparente Aufklärung in Sachen Aktionärsfonds auf den Cayman Islands.