Wegen Coronavirus: Weltspartag wird verlängert. Die Banken setzen heuer nicht auf nur einen Tag, sondern dehnen die Aktion auf mehrere Tage aus. Sparbücher sind eher bei älteren und ganz jungen Kunden ein Thema.

Von Sophie Müller und Gerald Burggraf. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:45)
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Statt an einem Tag den Weltspartag, der heuer auf den 30. Oktober fällt, zu begehen, setzen die heimischen Banken auf längere Zeitspannen. Der Grund dafür ist natürlich die Coronapandemie. Ziel ist, größere Menschenansammlung in den Filialen zu vermeiden.

Drei Tage, von 28. bis 30. Oktober, steht in den Volksbanken, so auch in der Niederlassung in Schwechat, der Weltspartag im Fokus. Bei Bank Austria und Raiffeisenbank sind es vier Tage, genauer gesagt von 27. bis 30. Oktober. Hypo NÖ und die Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl setzen hingegen auf die „Weltsparwochen“ beziehungsweise das „Fest des Sparens und Geldanlegens“ und starteten bereits am Montag.

„Dadurch können wir gewährleisten, dass es zu keinen Massenaufläufen an diesem einen Tag kommt“, hält Wolfgang Poppe, Vorstandsdirektor der Sparkasse HBN, fest. Zudem appelliert er an die Kunden, das zeitlich erweiterte Angebot anzunehmen und in den Filialen auf den nötigen Abstand zu achten. Vor allem ältere Kunden ab 65 Jahren sollten zudem die üblichen Stoßzeiten meiden.

Die traditionellen Weltspartagsgeschenke wird es in allen Banken auch heuer geben. Diese können jedoch über den ganzen Zeitraum der jeweiligen Aktion abgeholt werden und sind keineswegs nur auf den 30. Oktober beschränkt. „Um die heimische Wirtschaft zu stärken und regionale Unternehmen in schwierigen Zeiten zu unterstützen, haben wir uns heuer dazu entschlossen, unsere Weltspartagsgeschenke lokal einzukaufen“, so Poppe. Als Erwachsenengeschenk gibt es Honig von der Pannonischen Imkergemeinschaft „Vogel & Nitzky“ und Kinder dürfen sich über ein kleines Holzboot, hergestellt von der Firma Koryphäen, freuen. Auf regionale Geschenke aus Niederösterreich setzt man auch bei der Hypo NÖ sowie der Volksbank – jeweils aus dem Raum St. Pölten. Worauf alle Banken in Coronazeiten allerdings verzichten, ist die Bewirtung der Kunden.

Generell beobachten die Geldinstitute jedoch ein rückläufiges Interesse am klassischen Sparbuch. Bei der Raiffeisenbank Region Schwechat erkennt man Unterschiede bei den Generationen, vor allem ältere Kunden würden auf die traditionellen Papierbücher setzen. Jüngere favorisieren eher Sparbücher in Kartenformat. Oder entscheiden sich überhaupt für Fondssparpläne oder das Bausparen, wie man bei der Volksbank zu berichten weiß. Und dennoch gibt es natürlich in allen Banken klassische Sparbücher, vor allem für die ganz junge Generation.

Daran wollen die Geldinstitute auch festhalten. Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) sieht im Sparen und dem Weltspartag auch eine pädagogische Komponente, den Kindern die Bedeutung eines finanziellen Polsters zu vermitteln.

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