Massives Plus im Tourismus. Flughafen bringt Region viel. Doch auch Zahl lokaler Gäste steigt kräftig.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 22. August 2019 (06:40)
ÖVP
Die Nächtigungszahlen in Hainburg entwickelten sich im Vorjahr sehr gut. Darüber freuen sich mit Landtagsabgeordnetem Gerhard Schödinger (r.) auch Bürgermeister Helmut Schmid und Michaela Gansterer-Zaminer.

Der Tourismus im Brucker Bezirk boomt. „Dank unseren Ausflugs- und Tourismusstandorten konnten wir im Vorjahr 688.695 Nächtigungen erzielen, das ist ein Plus von 163.202 Nächtigungen seit dem Jahr 2015“, jubelt Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger (VP). Die Zahlen würden zeigen, dass der Bezirk am richtigen Weg sei. Alleine im Vorjahr stieg die Zahl der Nächtigungen um sechs Prozent oder 39.251 gegenüber 2017 an.

Geht es nach Schödinger, soll das Angebot weiter ausgebaut werden. „Dabei dürfen wir aber nicht auf die Qualitätssicherung und -steigerung vergessen“, betont der Landtagsabgeordnete. Letztlich sei die enorme Steigerung „ein tolles Ergebnis für unsere Gastgeberinnen und Gastgeber im Bezirk Bruck, denn das zeigt, dass sich die Gäste hier wohlfühlen“.

Viele Geschäftstouristen

Dem stimmt auch Margit Neubauer, Leiterin des Regionalbüros von Donau Niederösterreich in Petronell, zu. Allerdings kommt sie auch nicht umher, die Steigerungen ein wenig zu relativieren. „Generell entwickelt sich der Tourismus in der Region positiv. Man muss aber auch festhalten, dass es die signifikantesten Zuwächse in Fischamend und Schwechat gibt. Also rund um den Flughafen“, erklärt Neubauer. In diesem Fall handle es sich vor allem um Geschäftstouristen.

Die Regionalbetreuerin für das Gebiet Römerland-Carnuntum-Marchfeld will damit die positive Entwicklung jedoch nicht geschmälert wissen. „Der Aufenthaltstourismus wächst. Es sind vor allem Gäste aus Österreich und Deutschland, die zu uns kommen“, erklärt Neubauer. Besonders gut entwickeln sich die Nächtigungszahlen dort, wo es ein adäquates Angebot gebe.

Neubauer verweist hier etwa auf Hainburg mit dem Hotel „Altes Kloster“ oder Michaela Gansterer-Zaminers Gasthof „Zum goldenen Anker“. So gab es im Vorjahr allein in der Mittelalterstadt einen Zuwachs bei den Nächtigungen von 20 Prozent, oder in absoluten Zahlen plus 1.982 Nächtigungen.