Ostbahn fährt wegen Airport-Spange bald viergleisig

Für die Flughafenspange wird der Abschnitt zwischen Trautmannsdorf/Sarasdorf und Bruck um zwei Schienenstränge erweitert.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:50
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8241422_gre40sb_bahnueberfuehrung_zug1_zenger.jpg
Die Ostbahnstrecke soll auf vier Gleise ausgebaut werden.
Foto: ÖBB/Christian Zenger

Noch ist es nicht fix. Der Baustart der Flughafenspange ist zwar ÖBB-intern für 2025 eingetaktet, doch offiziell läuft noch die vertiefende Prüfung des Trassenkorridors. Geplant ist, die Verbindungsstrecke zwischen Airport und der Ostbahn sowie letztlich Bratislava und Budapest ähnlich der 2011 auf Eis gelegten Götzendorfer Spange zu führen.

Die Schienenstrecke wird demnach entlang der Flughafenmauer und nach Querung von L156, Fischa und B10 zwischen Trautmannsdorf und Sarasdorf in die Ostbahn einmünden. Der derzeitige Plan sieht übrigens vor, dass die Fischa untertunnelt wird. Eine gänzlich unterirdische Schienenführung bis zur B10, wie sie von der Gemeinde Enzersdorf gefordert wird, ist kein Thema.

Beschaffenheit des Bodens wird überprüft

Um den mit der Flughafenspange steigenden Zug-Verkehr stemmen zu können, braucht es entlang der Ostbahn bis Bruck zwei neue Gleise. „Die beiden zusätzlichen Gleise sind die Gleise der Flughafenspange“, erklärt ÖBB-Sprecher Daniel Pinka auf NÖN-Anfrage. Das bedeute, dass sie „erst gebaut werden, wenn der Bau der Flughafenspange startet.“

Derzeit laufen vorbereitende Probebohrungen im Projektgebiet. Sie sind notwendig, um die Bodenbeschaffenheit abzuklären. „Diese Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Anfang 2022 laufen“, lässt Pinka wissen. Die vertiefende Korridorprüfung wird laut ÖBB bis zum Frühjahr dauern. „Dann liegen voraussichtlich die notwendigen Untersuchungen vor, die für eine finale Trassenentscheidung notwendig sind“, unterstreicht Pinka.

Projekt-Präsentation für Frühjahr 2022 geplant

Sind diese Daten vorhanden, geht es am Runden Tisch, wo unter anderem alle betroffenen Gemeinden sitzen, weiter. ÖBB-Sprecher Pinka kündigt zudem an, dass die Bahn im ersten Quartal des kommenden Jahres an die Öffentlichkeit gehen will. „Sobald die ersten konkreten Pläne aus der UVP-Planung vorliegen, sind öffentliche Planungsausstellungen im Projektgebiet vorgesehen.“

Die ÖBB verspricht zudem, dass „wie bei allen Streckenneubauten auch bei der Flughafenspange die Bereiche Lärm und Erschütterung untersucht und entsprechend den Ergebnissen gemäß dem letzten Stand der Technik geplant“ werden. Das fordert unter anderem der Brucker Josef Rumpler vehement.

 

Umfrage beendet

  • Freut ihr euch auf eine Bahnverbindung von Bruck zum Flughafen?