Wirbel um Breitspurbahn: Allianz gegen Pläne. Bürgermeister wehren sich gegen Projekt. Ministerium und ÖBB versuchen zu beruhigen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 03. April 2019 (06:00)
ÖBB David Payr
Projekt Breitspurbahn: Die geplante Bahnverbindung nach China samt Umladestation sorgt für Widerstand in der Region.

Seit vergangenem Donnerstag rumort es in den Gemeinden zwischen Kittsee und Bruck. An diesem Tag präsentierte ÖBB-Projektleiter Heinz Gschnitzer Gemeindevertretern den aktuellen Stand des Projektes Breitspurbahn.

Laut Koalitionsabkommen soll in der Region ein Umladebahnhof errichtet werden, der die Breitspurbahn aus China (via Russland) ans europäische Schienennetz anschließt (die NÖN berichtete). Bei der Erweiterung der Transsibirischen Eisenbahn geht es um eine 400 Kilometer lange Strecke zwischen Kosice und Wien. Ein schneller und durchgängiger Güterverkehr zwischen Asien, Russland und Europa soll entstehen. Zum Vergleich: Der Warentransport per Bahn würde dann rund 14 Tage dauern, per Schiff braucht es derzeit rund 34 Tage.

Nach Bekanntwerden des Projektes regnete es Proteste aus Parndorf: Man werde sich gegen einen monströsen Umladebahnhof wehren. FP-Infrastrukturminister Norbert Hofer verkündete daraufhin, dass der Standort für einen Verladebahnhof für die Verlängerung der Transsibirischen Breitspurbahn in Parndorf nicht mehr in Betracht gezogen werde.


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