Betrieb eingestellt: Keine neue Saison für Draisine. Ralf Roggenbauer führt die Carnuntum Draisine nach fast neun Jahren nicht mehr weiter.

Von Susanne Müller. Erstellt am 20. Februar 2019 (06:00)
Müller
Ralf Roggenbauer nimmt Abschied von seiner Carnuntum Draisine, in die er in den letzten acht Jahren einen Gutteil seiner Freizeit investiert hat.

Es war ein langer, harter Weg, bis Ralf Roggenbauer seinerzeit alle Genehmigungen unter Dach und Fach hatte und 2011 mit dem Betrieb der Carnuntum Draisine starten konnte. Die neue Attraktion kam gut an, sowohl bei der einheimischen Bevölkerung als auch bei den Besuchern der Region. Jetzt, fast neun Jahre später, hat die Erfolgsgeschichte ein Ende.

Material und Mensch sind müde.“ Draisinen-Betreiber Ralf Roggenbauer

„Material und Mensch sind müde“, erklärt Roggenbauer, der sich in all den Jahren allein und neben seinem Hauptberuf beim Energiepark um seine Draisine gekümmert hatte. Dabei wäre die Nachfrage nach wie vor groß. „Es wäre gut gegangen. Die Buchungen sind stetig gestiegen“, so Roggenbauer im Gespräch mit der NÖN. Die Gleisanlagen zwischen Bruck und Petronell-Carnuntum, die er damals von der Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) gekauft hat, sind allerdings mittlerweile in einem desolaten Zustand.

„Die Schwellen sind morsch, somit haben die Schienen keinen Halt mehr. Eine Sanierung wäre nicht leistbar“, schätzt Roggenbauer die Kosten auf eine halbe Million Euro. In manchen Bereichen verlieren die Schienen bereits ihre Form. „Das wird irgendwann gefährlich“, erklärt Roggenbauer, dass die verbogenen Gleise die Draisinen entweder bremsen oder ihnen eben irgendwann zu viel Spiel geben.


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