Richtlinien: "Region ist Pionier in Sachen Baukultur“. Die Erarbeitung der baukulturellen Richtlinien für die Region „Römerland Carnuntum“ ging in die nächste Runde.

Von Josef Rittler. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:14)
Rittler
„Römerland“-Obmann Hans Rupp, Geschäftsführerin Gabriele Preisinger, Moderator Hannes Schaffer, Josef Mathis, Thomas Dillinger und Projektleiterin Cornelia Fischer.

Das „Römerland Carnuntum“ stellte am Donnerstag im Seminar-Zentrum den ersten Entwurf der „Regionalen Planungs- und baukulturellen Leitlinien“ vor.

Auf Grundlage der Workshops, die im Projekt „Lena – Unseren Lebensraum gemeinsam nachhaltig gestalten“ stattgefunden haben, waren Leitlinien erstellt und von einem Redaktionsteam überarbeitet worden (die NÖN berichtete). „Mit dieser Initiative allein werden wir zwar weder die Welt noch die Region verändern, aber es soll ein Puzzlestein zur Entwicklung sein“, erklärte „Römerland“-Obmann Hans Rupp.

"Die Leitlinien werden rechtlich nicht verbindlich sein"

Es gehe nicht darum, den Gemeinden etwas vorzuschreiben: „Die Leitlinien werden rechtlich nicht verbindlich sein, sondern sind als politische Willenserklärung aufzufassen“, führte Projektleiterin Cornelia Fischer aus.

Vorbild für den Entwurf sind entsprechende Richtlinien des Bundes. „Da ist die Region tatsächlich Pionier, man wunderte sich im Bundeskanzleramt, dass die Region die baukulturellen Richtlinien das Bundes als erste in ganz Österreich aufgreift“, stellte Experte Thomas Dillinger von der TU Wien fest.

Als Hauptreferent des Abends berichtete Josef Mathis, langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Zwischenwasser in Vorarlberg, von seinen Erfahrungen. Sein Einsatz gilt auch nach seinem Rückzug aus der Politik der Bauqualität in den Gemeinden. Zwischenwasser wurde im Laufe der Jahre zum Architektur-Mekka und 2009 als beste Baukultur-Gemeinde Österreichs ausgezeichnet. „Baukultur ist im ländlichen Raum wichtig, die Raumordnung die Mutter aller Gemeindepolitik, mit ihr kann man alles steuern“, betonte Mathis. Bewährt habe sich auch die Einführung eines Gestaltungsbeirates aus drei Architekten, der den Bürgermeister in Fragen der Baukultur unterstütze.

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