Bruckneudorf

Erstellt am 14. Oktober 2018, 04:12

von Otto Havelka

Feriensiedlung sorgt für Polit-Diskussion. FP will eine Übernahme der privaten „Feriensiedlung“ durch die Gemeinde. Das wäre aber mit erheblichen Kosten verbunden.

Die Feriensiedlung vor 40 Jahren: Sie war als Sommerresidenz für holländische Sommergäste geplant.  |  privat

Lauter als üblich ging es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung nach einer Anfrage der oppositionellen FP-Fraktion zu: FP-Parteiobmann Mario Jaksch legte einen sieben Punkte umfassenden Fragekatalog vor, was die Gemeinde zur Übernahme der im Privatbesitz befindlichen „Feriensiedlung“ unternehme.

Bereits vor drei Jahren übernahm die Gemeinde die Straßen in der Privatsiedlung ins „öffentliche Gut“ und sorgt seither für Straßensanierungen, Schneeräumung oder Instandhaltung der Beleuchtung. Eine Inspektion des Kanalsystems brachte laut SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker allerdings ein „dramatisches Ergebnis“: „Wir können nicht sagen, wie das Kanalsystem unter den Privathäusern wirklich aussieht“, so Dreiszker.

Laut SP-Vize-Bürgermeister Gerold Eder mache „vermutlich nur die Errichtung eines neuen Kanalsystems einen Sinn.“ Vorsichtige Kostenschätzung: rund 450.000 Euro. Dafür müssten auch die Anrainer ihre Zustimmung geben und sich an den Kosten beteiligen.

Für Bürgermeister Gerhard Dreiszker kommt die Übernahme der Feriensiedlung durch die Gemeinde „derzeit nicht Frage. Schon gar nicht, wenn man dafür von der Gemeinde Geld verlangt.“

"Bewohner wollen nun wissen, was Sache ist"

FP-Parteiobmann Mario Jaksch nimmt diese Erklärung vorerst zur Kenntnis, gibt sich damit aber nicht zufrieden. Schließlich sei schon vor drei Jahren eine umfassende Projekterstellung samt anschließender Anrainer-Versammlung in Aussicht gestellt worden.

„Die Bewohner wollen nun endlich wissen, was Sache ist“, so Jaksch.

Nun soll nach einer Besprechung mit Experten neuerlich eine Informationsveranstaltung für Anrainer geplant werden.