Bruckneudorf

Erstellt am 14. März 2018, 05:35

von Otto Havelka

Harrach gibt Zugang auf Leitha-Damm frei. Seit Jahresbeginn können die Anrainer wieder auf dem Leitha-Damm spazieren – allerdings nur 500 Meter weit.

Der Zaun beim Zugang zum Leitha-Damm in der Lindenbreite wurde entfernt. Das Betretungsverbot auf dem Harrachschen Grundstück wurde um 500 Meter nach hinten verlegt.  |  Kolb

Bewohner der Lindenbreite und auch der Feriensiedlung waren erstaunt: Der lange Zeit durch Zaun und Verbotstafel abgesperrte Weg auf dem Hochwasserschutzdamm neben der Leitha in Richtung Pachfurth ist seit ein paar Wochen wieder frei zugänglich.

Der neue Spazierweg ist allerdings nicht lang. Nach etwa 500 Metern endet der Ausflug am Hochwasserschutzdamm vor einem Balken mit dem Schild „Landwirtschaftliche Nutzfläche. Betreten verboten“.

"Teile des Forstgebietes sind nun wieder zugänglich"

Weder SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker noch Grundeigentümer Beppo Harrach wollen um die Freigabe viel Tamtam machen. „Teile des Forstgebietes sind nun wieder zugänglich, landwirtschaftliche Bereiche aber nicht“, bestätigen die beiden unisono.

Der Öffnung des Zugangs auf den Damm, der seit mehr als 30 Jahren als Weg Richtung Pachfurth genutzt wurde, ist eine Initiative der Anrainer vorangegangen: Auf Unterschriftenlisten hatten die Bewohner der Lindenbreite eine Petition an den Bürgermeister gerichtet, die Bezirkshauptmannschaft (BH) Neusiedl solle die Rechtmäßigkeit der Sperre des Auwaldes durch Harrach überprüfen. Bürgermeister Dreiszker wurde im Sommer 2017 damit bei der zuständigen Dienststelle vorstellig. Beppo Harrach beteuert gegenüber der NÖN, von einer Unterschriftenliste „gar nichts gewusst“ zu haben.

Mit der Freigabe des Zugangs gibt es für die BH jedenfalls vorerst keinen Grund für weitere Maßnahmen.