Weiter Diskussion um Breitspurbahn. FP-Minister Norbert Hofer beschwichtigt. Die Gemeinden sind skeptisch.

Von Otto Havelka. Erstellt am 12. April 2019 (04:36)
ÖBB David Payr
Projekt Breitspurbahn: Die geplante Bahnverbindung nach China samt Umladestation sorgt für Widerstand in der Region.

Nur einen Tag nach dem Bericht der NÖN über den Stand in Sachen Breitspurbahn fühlte sich FP-Infrastrukturminister Nobert Hofer bemüßigt, eine Erklärung zu dem Thema abzugeben: „Parndorf sei „aus heutiger Sicht als Standort für den Güterterminal aus dem Rennen. Sollte die Gemeindeführung aber ihre Meinung ändern, stehe ich für Gespräche zur Verfügung.“ Er sei zuversichtlich, dass es „Gemeinden in Niederösterreich geben wird, die sich als Standort für den Terminal melden.“

Auf die Gemeindevertreter in der Region wirkt das wenig beruhigend. Unabhängig vom Standort des Terminals werde die Bahntrasse mit Grenzübergang Kittsee für massive Einschnitte in der Region sorgen. Der Geschäftsführer der Breitspur Planungsgesellschaft (BPG), Alexander Schierhuber, betont, dass es darum gehe, von den Warenströmen in und aus dem Osten zu profitieren. Der ehemalige Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS) war zuletzt Sales Manager bei GAZ International, Exporttochter des größten russischen Nutzfahrzeughersteller GAZ Group.