Deponie: Prüfung im Land läuft noch. Umstrittenes Projekt / Betreiber EAVG musste Verbesserungen vornehmen. Zeit bis zur öffentlichen Auflage schwer abschätzbar.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 01. Mai 2014 (10:20)
Die Deponie soll am Kalten Berg entstehen.
NOEN, EAVG
ENZERSDORF / Mit den neu aufgerollten Plänen für eine Deponie am Kalten Berg fühlen sich viele Enzersdorfer in die 1990er- Jahre zurückversetzt. Damals verhinderten die Bürger eine von der Enzersdorfer Abfallverwertungsgesellschaft (EAVG) geplante Sondermülldeponie.

Die EAVG unternahm Ende 2012 einen neuen Versuch für eine Deponie, wenn auch in einer deutlich abgeschwächten Form. So sollen am Kalten Berg künftig Bodenaushub, Baurestmassen und Reststoffe abgelagert werden. Geht es nach den EAVG-Plänen, soll es Ende 2015 mit der Deponierung losgehen. Ob dieser Zeitplan jedoch hält, steht noch nicht fest.

„Die Unterlagen liegen bei der Behörde“

Seit der emotionalen Infoveranstaltung Anfang Juni im Volksheim ist es ruhig geworden. EAVG-Geschäftsführer Peter Chlan: „Die Unterlagen liegen bei der Behörde. Es ist alles im Laufen. An unseren Plänen hat sich nichts geändert.“

Aktuell werden die eingereichten Unterlagen des Betreibers für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) von der Abteilung „Umwelt- und Energierecht“ der NÖ Landesregierung eingehend geprüft. Und das dauert, wie auch die zuständige Sachbearbeiterin Gertrud Breyer betont.

Mittlerweile habe die EAVG zum zweiten Mal Verbesserungen vornehmen müssen. „Wir sind noch im Vorverfahren“, so Breyer. Eine zeitliche Abschätzung, bis es zur öffentlichen Auflage kommen wird, kann sie nicht nennen. Allzu bald glaubt Breyer jedoch nicht, dass es so weit sein wird.