Brucker Kulturpreis ist gestorben. Das Preisgeld wird im kommenden Jahr bei einem allgemeinen Fotowettbewerb ausgespielt.

Von Otto Havelka. Erstellt am 11. Dezember 2019 (05:25)
Zuletzt wurde der Kulturpreis 2017 verliehen. Im Bild: Richard Hemmer, Angelika Neubauer, Gerhard Weil, Ferdinand Krakhofer, Christine Kremer, Manfred Jüngling, Bettina Kellner und Wolfgang Poppe.
Havelka

„Mit nur einer Einreichung kommen wir nicht weiter“, sagt SP-Kulturstadtrat Swen Tesarek. Nachdem es für den Kulturpreis 2018 nur einen Bewerber gab, wurde der Preis kurzerhand ausgesetzt. Und auch heuer und im kommenden Jahr wird es keinen Kulturpreis geben.

Nun präsentierte Tesarek ein neues Projekt, bei dem die angesammelten Preisgelder ausgespielt werden. Unter dem Titel „Zeig mir dein Bruck“ kann bis 30. September jedermann maximal zehn Fotos einreichen – von Sehenswürdigkeiten, Alltagssituationen, Veranstaltungen oder skurrilen Entdeckungen.

Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien geteilt: Für Teilnehmer unter 18 Jahren und über 18 Jahren. Die besten 50 Fotos werden im Herbst in einer Ausstellung im Wiener Turm präsentiert. Für die ersten drei jeder Kategorie gibt es Geldpreise, für die Plätze 4 bis 6 Sachpreise.

Eingereicht können die Fotos direkt im Bürgerservice des Rathauses oder per mail an tourismus@bruckleitha.at

Weniger Preisgeld – mehr Kreativität

Über die Höhe der Preisgelder wollte sich Tesarek noch nicht auslassen. Grundsätzlich wird der Kulturpreis aus den Erträgen der Sparkassenstiftung finanziert. Aufgrund der niedrigen Zinsen schrumpften die Preisgelder in den vergangenen Jahren erheblich und wurden durch freiwillige Zuschüsse der Sparkasse etwas aufgefettet. Durch den Entfall des Kulturpreises über drei Jahre sollte sich ein wenig Geld für attraktivere Preise angesammelt haben.

Wie es nach dem Fotowettbewerb weitergehen soll, steht noch in den Sternen. Kreativität ist gefragt.

Denn laut Statuten sind die Erträge der Sparkassen-Stiftung für einen „Kulturpreis“ vorgesehen. Wenn dieser wieder verlangt wird und es ausreichend Bewerbungen gebe, habe Tesarek „auch kein Problem, ihn wieder aufleben zu lassen“.

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