Stadt bringt Flächen in Nationalpark ein. Nahe der Ruine Rötelstein werden dem Schutzgebiet zehn Hektar Hangwald hinzugefügt. Burg selbst verbleibt der Stadt.

Von Josef Rittler. Erstellt am 12. Oktober 2019 (04:32)
Graphik: Nationalpark
Der grün gekennzeichnete Streifen rechts entlang der Donau ist jetzt ein Teil des Nationalparks Donauauen.

Einige Hangwaldflächen im Umfeld der Ruine Rötelstein im Ausmaß von zehn Hektar werden Teil des Nationalparks Donau-Auen. Die Stadt hat mit Gemeinderatsbeschluss der Erweiterung zugestimmt. Das Areal der Ruine Rötelstein ist nicht Teil der Kooperationsvereinbarung, sondern wird weiterhin von der Stadt betreut.

Das Gebiet ist laut Nationalpark naturräumlich bedeutend, da es von Hängen und Gräben durchzogen wird und über viele Altbäume verfügt. Wichtige Baumarten wie Winterlinde, Feldahorn und Esche kommen vor. Zahlreiche Reptilien, darunter einige Schlangenarten wie die Ringelnatter und die Äskulapnatter, die Smaragdeidechse und die Zauneidechse, wurden nachgewiesen, ebenso geschützte Eulenarten wie Waldohreule und der Uhu.

„Es freut mich sehr, dass die Nationalparkgemeinde Hainburg somit weitere Anteile in das Schutzgebiet einbringt“, betont VP-Bürgermeister Helmut Schmid. Das Gebiet kann künftig nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden, Eingriffe in Natur und Landschaftsbild sind nicht mehr erlaubt. Die Flächen werden in die Entschädigungsvereinbarung des Nationalparks mit der Stadt Hainburg einbezogen. Diese regelt die jährliche Abgeltung für in den Nationalpark eingebrachte Flächen.

Die laufende Wegesicherung im betreffenden Hangwald wird von Nationalparkmitarbeitern betreut. „Diese Bestände grenzten bislang direkt an das Nationalparkgebiet an und sind aus ökologischer Sicht eine wertvolle Ergänzung. Die neuen Schutzgebietsanteile können entlang der bestehenden Wanderwege weiter begangen werden. Sie bieten einen attraktiven Erholungsraum für die Anrainer sowie die Nationalparkgäste aus der Region und der benachbarten Slowakei,“ erklärt Nationalpark-Direktorin Edith Klausner.