Familie Altmann zieht sich zurück. Musikshop / Lotte und Manfred Altmann verabschieden sich mit 30. Juni in den Ruhestand. Neusiedler sperrt ab 1. August wieder auf.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 10. Mai 2014 (10:00)
Lotte und Manfred Altmann führen seit 36 Jahren ihren Musikshop. Seit 2009 waren sie in der Kirchengasse. Geschäftsführer ist mittlerweile Sohn Ronald Altmann (m.).
NOEN, Gerald Burggraf
Ihr Musikshop ist eine Institution in Bruck. Doch nach 36 Jahren ist es genug, Lotte und Manfred Altmann ziehen sich mit 30. Juni aus der Geschäftswelt zurück und verabschieden sich in die Pension. „Es ist schon ein wenig Wehmut dabei“, erläutert Lotte Altmann. „Aber wir wollen nicht nur, wir gehen einfach“, lacht ihr Mann Manfred.

Bis zum Schließungsdatum ist Abverkaufszeit im Musikshop. „Viele Leute sind in den letzten Tagen bei uns reingekommen und fragen, was los ist“, so Lotte Altmann. Das Vorhaben erregt großes Echo in der Stadt. Kein Wunder kennt die Altmanns doch fast jeder in Bruck. Seit 2009 ist ihr Musikshop nun schon in der Kirchengasse, davor war er 30 Jahre lang in der Hadyngasse. Trotz des Rückzugs der Altmanns wird das Geschäft jedoch weiter bestehen.

Altmann: „Sind froh, dass es weitergeht“ 

Nach langer Suche fand das Paar in den befreundeten Neusiedler Musikshopbesitzern Sonja und Gerhard Bierbaum adäquaten Ersatz. „Wir sind froh, dass es weitergeht“, freut sich Lotte Altmann. Und ihre Sohn, Musikshop-Geschäftsführer Ronald Altmann ergänzt: „Wir können die Bierbaums wärmstens weiterempfehlen.“ Nach dem das Gebäude ihm gehört, wird er das Lokal künftig an das Neusiedler Ehepaar vermieten.

Diese wollen in Bruck eine Filiale ihres Hauptgeschäfts in Neusiedl einrichten. „Wir sind seit neun Jahren in Neusiedl und haben uns etabliert“, ist Gerhard Bierbaum überzeugt. Mit 1. August, zeitgleich mit „1001 Nacht“, soll der Shop wieder eröffnen. Im Juli wird für Umbauten geschlossen bleiben.

Die Bedingungen im Musikshop sollen gleich bleiben, der Name werde sich jedoch ändern, so Bierbaum zur NÖN. „Wir werden natürlich Stammkunden weiterbetreuen“, betont er. In Bruck könne es auf jeden Fall „funktionieren“, gibt sich Bierbaum optimistisch.