Ärger um Busse: Überfüllt zu Spitzenzeiten

Laut VOR sind Öffis für Schüler in Bruck sicher. Eltern nicht überzeugt.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:20
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„Gedrängel und Gequetsche“: Szenen wie diese sind laut betroffenen Schülern in den Bussen an der Tagesordnung, wie diese Aufnahme zeigt.
Foto: privat

Zum Bericht über die überfüllten Schulbusse nimmt nun der Betreiber der Busse, der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) Stellung. „Zu besonders nachgefragten Zeiten sind Regionalbusse auf manchen Strecken oft tatsächlich so ausgelastet, dass für einige Fahrgäste keine Sitzplätze zur Verfügung stehen“, räumt Pressesprecher Georg Huemer ein.

Dies sei im öffentlichen Verkehr unter Rücksichtnahme auf die ökonomische und logistische Realität kaum zu vermeiden. Die Sicherheit der Fahrgäste habe aber allerhöchste Priorität. Es handle sich um ein „Komfortthema“. Objektive Statistiken zeigten unmissverständlich, dass gerade Schüler im öffentlichen Verkehr am sichersten unterwegs seien.

Huemer sieht das Problem bei gestressten Eltern

„Auch meine Erfahrung als Vater eines Volksschulkindes zeigt klar: Die Gefahr für die Kinder liegt nicht im, auch in meinem Fall mehr als gut gefüllten Regionalbus, sondern in den gestressten Eltern, die meinen, trotz perfekter Öffi-Anbindung ihre Kinder mit dem SUV zur Schule bringen zu müssen, und dann mit dem Handy in der Hand Richtung Büro davonbrausen“, so Huemer.

„Der  VOR sollte darüber nachdenken, weshalb so viele Kinder mit dem Auto abgeholt werden“, entgegnet Manfred Ehrenreich, Vater eines betroffenen Schülers. Ohne die „Entlastung“ durch private Transporte wäre es für viele Kinder gar nicht möglich, halbwegs vernünftig zur Schule oder nach Hause zu kommen. „Die Herrschaften können ja versuchen, etwa an einem Dienstag nach der 6. Schulstunde von Bruck nach Hainburg mit dem Bus zu reisen“, so Ehrenreich.