Wildungsmauer: Spezialfolie als Schutz vor Viren. Metallionen heften sich an Zellwand von Erregern und machen sie unschädlich.

Von Josef Rittler. Erstellt am 14. Mai 2021 (04:34)
Helene Eremit demonstriert, wie ein Türgriff durch die Anti-Viren-Folie geschützt werden kann.
privat, privat

Im Kampf gegen die Pandemie fährt das Unternehmen „Eremit Care“ ein neues Geschütz gegen das Corona-Virus auf. Eine Spezialfolie, die auf fast jeder Oberfläche aufgebracht werden kann, soll bösartigen Krankheitserregern, darunter auch SARS-CoV-2, den Garaus machen und so Infektionen verhindern. Entwickelt wurde die Folie von der deutschen Polifilm Group, einem der weltweit größten Folienhersteller, Eremit hat den Generalvertrieb für Österreich übernommen.

„Die Folie wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze“, erklärt Firmenchef Bernhard Eremit. „Die antimikrobielle Wirkung setzt ein, sobald ein Erreger mit der Oberfläche in Berührung kommt. In der Folie enthaltene Metallionen heften sich an die Zellwand des Erregers und beschädigen deren Struktur“, führt Eremit aus. Die Reaktion beginne, sobald ein Virus, Pilz oder Bakterium die Folie berühre. Nach fünfzehn Minuten wären laut Hersteller im Test bereits rund drei Viertel des Erregers beseitigt, nach zwei Stunden wären nur noch zwei Prozent der Zelle übrig gewesen.

Die Folie sei als Ergänzung zu anderen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen gedacht und vielfältig einsetzbar, egal ob im Gewerbe, im öffentlichen Raum oder im Privathaushalt.

Sie könne auf fast jeder Oberfläche angebracht werden und schütze beispielsweise Türgriffe, Geländer, Aufzugknöpfe, Tische, Tresen, Empfangspulte und Touch-Displays. „Der Vorteil zu anderen Formen der Desinfektion ist, dass keine ständige Erneuerung notwendig ist“, so Eremit. Solange die Folie sauber und unbeschädigt bleibe, seien auch ihre antiviralen Eigenschaften aktiv.