Fair Play muss immer gelten. Über den ASK Schwadorf.

Von Raimund Novak. Erstellt am 08. Mai 2019 (01:11)

Im Spiel gegen Baden machte sich Trainer Thomas Khopp in Hälfte eins keine neuen Freunde. Als ein Badener nach einem Duell verletzt am eigenen Fünfer liegen blieb und der Ball bei den Schwadorfern landete, forderte er seine Spieler auf, das Fair Play zu ignorieren und den Ball nicht ins Aus zu spielen.

Als Grund für seine Entscheidung nannte er der Vorfall in Katzelsdorf eine Runde zuvor, als der Gegner das Fair Play missachtete und den überraschten Schwadorfern das 2:1 einschenkte. Der Ärger saß bei Khopp noch so tief, dass er meinte, sein Team muss jetzt ebenfalls nur auf sich schauen.

Einerseits ist sein Frust verständlich, andererseits ist der Lösungsweg „Wie du mir, so ich dir“ der falsche. Oder wie in diesem Fall „Wie du mir, so ich bei anderen“ – denn die Badener mussten für das unfaire Verhalten der Konkurrenz büßen. Einigen ASK-Spielern war die Situation unangenehm, denn letztendlich mussten sie, trotz des Hintergedankens, dass ein Spieler verletzt ist, den Ball in den eigenen Reihen halten.

Schwadorfs Trainer hat seinen Fehler eingesehen und sich bei Badens Coach entschuldigt. Dennoch darf eine Führungspersönlichkeit in der Situation nie auf den „Fair Play“-Gedanken vergessen oder die Anweisung geben, diesen zu missachten. Egal wie tief der Ärger sitzt.