Weitgereister „Mäx“ landete im Tierheim Bruck. Dreijähriger Staffordshire-Terrier aus Salzburg ging durch mehrere Hände, bis er in Bruck beim Tierschutzverein ankam.

Von Susanne Müller. Erstellt am 18. Juli 2019 (04:49)
Tierheim Bruck
Der dreijährige American Staffordshire Terrier „Mäx“ wurde von Salzburg über Oberösterreich nach Bruck verkauft – hier war im Tierheim für ihn Endstation. Jetzt wird ein neues Zuhause für ihn gesucht.

Mitte Juni wurde ein Staffordshire-Terrier als angeblicher Fundhund im Brucker Tierheim abgegeben. Soweit ist das sicher keineswegs etwas Ungewöhnliches. Als sich herausstellte, dass der dreijährige Rüde in Salzburg registriert war, wurden die Tierheim-Mitarbeiter allerdings stutzig und haben begonnen, einige Nachforschungen anzustellen.

Dabei kam heraus, dass „Mäx“, wie er im Tierheim genannt wird, eine wahre Odyssee hinter sich haben dürfte. Der Hund wurde offenbar von Salzburg nach Oberösterreich vermittelt oder verkauft und letztendlich an einer Tankstelle im Brucker Bezirk verkauft. „Seine neuen Besitzer haben ihn am selben Tag angeblich einem Herren auf der Straße gegeben, weil sie bereits das Interesse an ihm verloren hatten. Dieser Herr hat Mäx als vermeintlichen Fundhund ins Tierheim Bruck gebracht“, erzählt Anna Zwettler, Obmann-Stellvertreterin im Tierheim.

"Mäx ist der bravste Hund und ein wahrer Musterschüler"

Der dreijährige American Staffordshire Terrier zeige sich sich Menschen gegenüber sehr freundlich. „Er dürfte in einem Familienverband gelebt haben, da er den Kontakt zu Menschen nicht nur sehr genießt, sondern auch sucht. Beim Spazierengehen ist Mäx der bravste Hund und ein wahrer Musterschüler“, so Zwettler. Da Mäx ein sogenannter Listenhund ist, wurde vom Tierheim für ihn eine qualifizierte Hundetrainerin organisiert. Sie trainiere regelmäßig mit ihm und sei von seinem Charakter und seiner Lernfähigkeit begeistert. Da für „Mäx“ ein Hundeführerschein erforderlich ist, werde auch dahingehend bereits mit ihm geübt.

Der Aufenthalt im Tierheim sei für ihn jedoch sehr belastend, weil er nicht gerne alleine bleibt. „Wir suchen für ihn daher dringend einen verantwortungsbewussten Platz bei Rassekennern bzw. bei Menschen, die Erfahrung mit sensiblen Hunden haben“, so Zwettler, die vermutet, dass Mäx“ ein Opfer der Listenhundedebatte ist. „Wir befürchten, dass Mäx nicht der einzige Hund sein wird, der eine Odyssee durch verschiedenen Bundesländer hinter sich haben und im Tierheim landen wird“, meint Zwettler.