Bachmann-Preis für Wolfsthalerin Ana Marwan

Erstellt am 27. Juni 2022 | 18:37
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Foto: APA/Gert Eggenberger
Die gebürtige Slowenin und heutige Wolfsthalerin wurde für ihren Roman „Wechselkröte“ ausgezeichnet.

„Die Wechselkröte ist grundsätzlich ein sehr zarter und leiser Text, der mit der Sprache einen recht eigenwilligen Tanz aufführt. Die in der slowenischen Stadt Murska Sobota aufgewachsene Autorin führt die deutsche Sprache so vor sich her als hätte sie niemals in einer anderen Sprache gelebt“, sagte Laudator und Bachmann-Preis-Juror Klaus Kastberger bei der Preisverleihung in Klagenfurt über Ana Marwan und ihren soeben preisgekrönten Roman „Wechselkröte“.

Es ist der dritte Roman der Autorin, die 1980 in Murska Sobota in Slowenien geboren wurde. Nach einem Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft zog sie vor 25 Jahren nach Wien, um hier Romanistik zu studieren. Bereits seit 2014 widmet sich Marwan, die heute in Wolfsthal lebt, ausschließlich dem Schreiben.

Bei der Preisverleihung meinte sie bescheiden, dass sie nicht damit gerechnet habe, den Preis verliehen zu bekommen: „Ich hab‘s wirklich nicht erwartet.“ Später sagte sie: „Der Höhepunkt war für mich schon, dass der Text so schön bei den Zuhörern und der Jury angekommen ist.“ Marwan will auch in Zukunft sowohl auf slowenisch, als auch auf deutsch schreiben.

Die Literatur-Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde heuer erstmals nach einem Punktesystem vergeben.