Götzendorf an der Leitha

Erstellt am 13. Juni 2018, 04:02

von Ines Garherr

Neue Wehr zum Schutz vor Hochwasser. Im September wird neue Wehr im Leithakanal gebaut. Finanziert wird sie vom Leithawasserkanal und der Familie Polsterer.

Die alte Wehr bleibt ohne Funktion bestehen.  |  privat

Der Leithakanal hat den Menschen, die in seiner Nähe wohnen, in der Vergangenheit nicht immer Glück gebracht. Erst im März trat Wasser wegen eines Eisstaus in Pischelsdorf über die Ufer (die NÖN berichtete). Der Leithawasserverband II will nun eine neue Wehranlage errichten. Das soll im September – im Zuge der Bachabkehr im Leithakanal – geschehen.

Philipp und Heinrich Polsterer, Josef Kühschitz, Kurt Wimmer, Peter Frühstück, Gerhard David, Stefan Haider und Wolfgang Bürger mit dem Plan.  |  privat

Die alte Wehr ist laut Mannersdorfs SP-Bürgermeister und Leithawasserverbands-Obmann Gerhard David „schon hundert Jahre alt“, außerdem müsse man den Schieber mit der Hand auf- und zumachen. Die Anlage entspreche nicht mehr den jetzigen Standards. „Dieses Projekt wird eine klare Verbesserung bei einem Hochwasserereignis für die Bürger und Bürgerinnen von Wasenbruck und Pischelsdorf bringen“, ist David überzeugt.

"Von einem regulierten Gewässer sollte keine Gefahr ausgehen"

Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf 30.000 Euro; sie werden zur Hälfte vom Leithawasserverband und zur Hälfte von der Familie Polsterer, die in Götzendorf eine Mühle betreibt, getragen.

Die alte Wehranlage in Pischelsdorf soll laut David erhalten bleiben, jedoch keine Funktion mehr haben. Das geschehe, so Götzendorfs VP-Bürgermeister Kurt Wimmer, der das Projekt unterstützt, „zur Sicherheit, falls doch etwas nicht passt“. Die neue Wehr soll circa zehn Meter flussaufwärts errichtet werden. „Von einem regulierten Gewässer sollte keine Gefahr ausgehen“, so Wimmer. Auch die Wehrordnung, die das Verhalten während verschiedener Szenarien festlegt, werde derzeit überarbeitet.