Sicherheit für Radfahrer gefordert. Viele Radfahrer flüchten vor dem Autoverkehr auf den Gehsteig. Ein neuer Radfahrweg soll Abhilfe schaffen.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 17. Januar 2020 (03:56)
Auf der Bundesstraße 9 im Wolfsthaler Ortsgebiet kommt es oft zu prekären Verkehrssituationen mit Radfahrern.
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Der internationale Donau-Radweg „EuroVelo 6“ führt vom Atlantik (Nantes) über zehn Staaten bis zum Schwarzen Meer (Konstanza) und gehört mit seiner Länge von rund 4.450 Kilometern zu den meist befahrenen Radwegen Europas.

Ein kleiner, aber nicht ungefährlicher Teil führt auch durch Wolfsthal. Tausende Radfahrer benutzen jährlich diese Strecke. In der Grenzgemeinde müssen die Radfahrer zwischen der Donaugasse und der Auffahrt auf den Donaudamm gleich zweimal die stark befahrene Bundesstraße 9 überqueren. Viele Radfahrer versuchen, den Autoverkehr zu meiden und bevorzugen verbotenerweise den Gehsteig. Abgesehen vom Verbot kommt es dadurch immer wieder zu prekären, gefährlichen Situationen. Vor allem dann, wenn Bewohner mit einer Gruppe von Radfahrern direkt vor der Haustür konfrontiert werden. Noch gefährlicher wird es jedoch, wenn Autos oder Traktoren aus der Hausausfahrt kommen.

VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger erklärt dazu: „Es ist bei uns nicht möglich, den Radverkehr von der B9 abzuleiten. Um die gefährlichen Situationen zu entschärfen und die Lage für alle sicherer zu machen, wurde ein Verkehrskonzept erstellt. Es sieht vor, durch entsprechende Baumaßnahmen auf der Bundesstraße einen sicheren Radfahrstreifen zu errichten.“

Die Pläne befinden sich derzeit noch in der Prüfphase und werden sofort nach Fertigstellung dem Land präsentiert. Mit der Umsetzung des Projektes soll so rasch wie möglich begonnen werden.