16-Jähriger raste in Purgstall mit Auto an Polizeikontrolle vorbei

Erstellt am 18. September 2022 | 10:32
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Polizeikontrolle endete für Slowenen mit Geständnis
Symbolbild
Foto: APA (dpa)
Polizei stellte Fahrerflüchtigen an einer Tankstelle. Der 16-jährige war mit drei freunden und einem nicht zum Verkehr zugelassenen Auto und missbräuchlich verwendeten Kennzeichen unterwegs. Insgesamt fünf Führerscheinabnahmen bei Schwerpunktaktion am Donnerstag.

Das landesweite Planquadrat am vergangenen Donnerstag zeigte auch im Scheibbser Bezirk seine Wirkung. Insgesamt neun alkoholisierte Lenker mussten ihren Wagen am Donnerstag nach einer Polizeikontrolle stehen lassen. Bei fünf Lenkern wurde ein Alkoholgehalt von über 0,8 Promille gemessen – die mussten auch gleich ihren Führerschein abgeben.

Im Zuge der Aktion ereignete sich in Purgstall ein besonderer Vorfall. Ein Autolenker wäre in der Pöchlarnerstraße beim Kindergarten 1 von der Polizei angehalten worden. Doch er ignorierte das Haltesignal, wich aus und gab auf der regennassen Fahrbahn Gas und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit durch das Purgstaller Ortsgebiet davon.

Die Polizei konnte das gesuchte Fahrzeug aber wenig später bei der Tankstelle in Merkenstetten sicherstellen. Der Lenker – ein 16-jähriger Reinsberger – tankte in aller Ruhe, obwohl sogar das Auto selbst nicht zum Verkehr zugelassen war und die Kennzeichen missbräuchlich verwendet wurden. Er zeigte sich ebenso wie seine drei jugendlichen Mitfahrer uneinsichtig. Ein Alko-Vortest verlief aber negativ. Der Lenker wurde jedoch wegen mehrerer Vergehen nach dem Strafgesetzbuch und Übertretungen nach dem Führerscheingesetz und Kraftfahrzeuggesetz bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten sowie der Bezirkshauptmannschaft Scheibbs angezeigt.

„Es ist bitter. Es gab heuer schon drei junge Todesopfer auf den Straßen des Bezirks. Dennoch wollen einige daraus scheinbar nicht lernen. Es ist zwar in diesem Fall nichts passiert, aber ungefährlich war diese Aktion des 16-Jährigen bei diesen Fahrbahnverhältnissen nicht. Wir können dem scheinbar leider nur mit noch stärkeren Kontrollen entgegenwirken“, sagt Bezirkskommandant Thomas Heinreichsbeger im NÖN-Gespräch.