1,76 Millionen Euro für Mitglieder gesichert. Von Karenzberatung über Insolvenz bis zur Altersteilzeit: 4.048 Beratungen im Vorjahr bei der Arbeiterkammer Scheibbs.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 06. März 2019 (06:17)
Christian Eplinger
Das Scheibbser AK-Team mit Vizepräsident Michael Fiala (rechts): Dieter Gundacker, Bianca Weiß, Gertraud Pieber und Bezirksstellenleiter Helmut Wieser (von links).

Streiten ist nicht so sein Ding. Er löst Konflikte lieber auf gute sozialpartnerschaftliche Art und Weise: „Wir reden miteinander, sind leistungsorientiert und tauschen uns auf Augenhöhe aus.“ So sieht der Scheibbser Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser die sozialpartnerschaftlichen Beziehungen in der Region.

Und dennoch hat alleine die AKNÖ Bezirksstelle Scheibbs im Vorjahr 1,76 Millionen Euro an Zahlungen für ihre Mitglieder gesichert. Um knapp 450.000 Euro mehr als noch 2017. „Das resultiert allerdings nicht daraus, dass es mehr schwarze Schafe unter den Arbeitgebern gibt, sondern dass vor allem mehr Pensionsverrechnungsverfahren anstanden und der sozialversicherungsrechtliche Bereich immer komplexer wird. Das ist auch für Arbeitgeber nicht immer einfach“, weiß Wieser.

So sieht es auch AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala. Jeder vierte Arbeitnehmer in Niederösterreich nahm im Vorjahr eine Beratung durch die AKNÖ in Anspruch. Insgesamt sicherte die AK in Niederösterreich ihren Mitgliedern 66 Millionen Euro. „Unsere vordergründige Aufgabe ist es, Wege zu öffnen und unsere Mitglieder bei Anträgen zu unterstützen. Natürlich gibt es da und dort immer wieder auch schwarze Schafe. Aber da sind beide Seiten daran interessiert, diese zu eliminieren“, betont Michael Fiala.

Wie umfangreich das Beratungsangebot der AKNÖ mittlerweile ist, zeigen zwei neue Bereiche: die Beratung zum Thema Digitalisierung und Weiterbildung sowie die Pflegegeldberatung. „Es zeigt sich, dass die AK ihre Mitglieder von der Karenz bis zur Pensionierung und darüber hinaus natürlich auch bei sozial- und arbeitsrechtlichen Problemen betreut – und das mit einem durchschnittlichen Mitgliedsbeitrag von 7 Euro pro Monat. Eine so billige Versicherung bekommt man nirgends“, sagt Fiala.