Aus für Freizeitrunde

Erstellt am 27. November 2012 | 00:00
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Vereinsauflösung beschlossen / Obmann Johann Wachsenegger stellte Antrag zur Auflösung des Vereins „Wieselburger Freizeitrunde“.
Von Fabian Ressl

WIESELBURG / Wehmütig verlief am Samstag die vorläufig letzte Generalversammlung der Wieselburger Freizeitrunde. Bevor der Beschluss der Vereinsauflösung feststand, fragte Obmann Johann Wachsenegger (70) ein letztes Mal in die Runde, ob jemand gewillt sei, seine Funktion als Obmann weiterzuführen. Als keiner der Anwesenden aufzeigte, musste Wachsenegger zur Kenntnis nehmen: „Ohne Obmann gibt es keinen Verein. Somit bleibt mir nur mehr, das Handtuch zu werfen.“

Aufgrund seiner Herzprobleme legten ihm die Ärzte nahe, er solle in Zukunft kürzer treten. Dies bedeutet nun das Aus für den Verein. Schon vor drei Jahren kündigte er seinen Rücktritt an. Das Bemühen die junge Generation und einen neuen Obmann zu gewinnen, war nicht gelungen. Über die Jahre hatte der Verein auch immer mehr Mitglieder verloren. Ende der 90er Jahre erlebte die Freizeitrunde ihre Blütezeit. Mit verschiedenen Sport- und Freizeitveranstaltungen sorgte der Verein immer wieder für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Einem letzten Applaus für den Einsatz, den Wachsenegger über die Jahre erbrachte, folgten Worte der Anerkennung von Vizebürgermeister Hermann Spring, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat: „Es ist sehr traurig, wenn dieser Verein stirbt. Vielleicht findet sich doch noch ein Nachfolger.“ Auch Vizebürgermeister von Wieselburg-Land Hannes Heindl sagte: „Der Verein war ein Bindeglied zwischen Wieselburg-Land und Stadt. Es ist sehr schade, wenn keiner Verantwortung übernehmen will und der Verein nicht weiter besteht.“