Gaming

Erstellt am 13. März 2018, 05:01

von Jutta Streimelweger und Markus Glück

Renate Gruber im Nationalrat. Große Überraschung: Gaminger SP-Bürgermeisterin (50) wird Nationalratsabgeordnete.

Renate Gruber zieht laut NÖN-Info in den Nationalrat ein.  |  SPÖ NÖ

Die Ernennung der Amstettner SP-Nationalratsabgeordneten Ulrike Königsberger-Ludwig zur neuen SP-Landesrätin brachte am Montag das Personalkarussell im Mostviertel ordentlich ins Drehen. Denn diese musste aufgrund ihrer neuen Aufgabe im Landtag auf ihr Nationalratsmandat verzichten.

Ulrike Königsberger-Ludwig (Amstetten) wird Landesrätin für Soziales und Gesundheit.  |  SPÖ

Hier wäre eigentlich SP-Regionalwahlkreislisten-Zweiter und Ybbser Bürgermeister Alois Schroll zum Zug gekommen – Gerüchte dazu, machten bereits vergangene Woche in der Stadt die Runde.

Einen Tag vor seinem 50. Geburtstag machte dem Ybbser aber die interne SP-Richtlinie, dass auf eine Frau eine Frau folgen muss, einen Strich durch die Rechnung. Anstelle von Schroll zieht nun die Gamingerin Renate Gruber in den Nationalrat ein. Die Gaminger Bürgermeisterin schaffte bei der Landtagswahl Ende Jänner nicht den direkten Einzug in den Landtag.

Für Schroll platze kurz vor dem erhofften Ziel nun die Hoffnung auf das Nationalrats-Mandat. Noch am Montagvormittag unterzeichnete Schroll seine Verzichtserklärung.

Erste Frau aus Bezirk im Nationalrat

Alois Schroll (Ybbs) verzichtete laut NÖN-Info auf das Nationalrats-Mandant.  |  Archiv

Zu den Gerüchten wollte Gruber am Montagvormittag noch keine Stellung nehmen: „Sollte es stimmen, wäre es natürlich klasse.“ Ihre Polit-Karriere startete Gruber 2005 als geschäftsführende Gemeinderätin in Gaming, 2009 wurde sie zur Bürgermeisterin gewählt. In der Folge besuchte Gruber von 2011 bis 2012 die Frauenakademie der Bundes-SPÖ. Von 2013 bis 2018 war die Gamingerin im Landtag von Niederösterreich vertreten.

Durch die Ernennung von Ulrike Königsberger-Ludwig zur Landesrätin wird ihr Nationalratsmandat frei. Listen-Zweiter Alois Schroll (Mitte) muss darauf aber aufgrund der Frauenquote verzichten.  |  Streimelweger