Grestener Großprojekt: „Drei Schulen unter einem Dach“

Erstellt am 28. September 2022 | 04:10
Lesezeit: 3 Min
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Vorgesehene Umgruppierung: Im vorderen Bereich (links) wird die Musikschule ihren neuen Platz finden. Zudem erhält die Volksschule einen neuen Eingangsbereich.
Foto: Schulgemeinschaft/Architekturfachgeschäft
Volksschule, Musik-Mittelschule und Musikschule in Gresten werden um 4,7 Millionen Euro adaptiert und vergrößert. Start für das logistische Megaprojekt ist im kommenden April.

Es wird ein Megaprojekt und eine logistische Herausforderung: Der Umbau des Schulkomplexes in Gresten wird derzeit bis ins Detail geplant und vorbereitet. „Ursprünglich sollte nur das Dach der Volksschule saniert, Brandschutz sowie Fluchtwege adaptiert, und die Barrierefreiheit hergestellt werden“, erzählt Bürgermeister Harald Gnadenberger.

Doch dann haben sich die drei Gemeinden der Schulgemeinschaft Gresten, Gresten-Land und Reinsberg entschlossen, gemeinsam mit Lehrern, Elternvertretern, Schülern, dem Schulausschuss-Obmann und dem „Architekturfachgeschäft“ das Ding groß aufzuziehen und nachhaltig zu gestalten.

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Vorläufiger Entwurf: Die geplante Ansicht des umgebauten Schulgebäudes von der Nordseite samt 380 Quadratmeter großem Zubau.
Foto: Schulgemeinschaft/Architekturfachgeschäft

Durch einen modernen zweistöckigen Zubau im Norden des bestehenden Gebäudes wird die Schule um 380 Quadratmeter vergrößert. „Diese neuen Räume werden für die Nachmittagsbetreuung und als Bibliothek genutzt werden. Zudem entstehen zwei neue Klassenzimmer und zwei neue Werkräume.

Durch die Umgruppierung im Haus wird im südlichen Teil des Gebäudes Platz für die Musikschule geschaffen. „Die war bis jetzt in den Klassen nur geduldet. Alle mussten hier ständig Kompromisse machen, damit der Unterricht funktionieren konnte. Nach dem Umbau wird hier genügend Platz für Musik, ein Lehrerzimmer, ein Archiv und einen 80 Personen fassenden Vortragsraum sein“, erklärt Grestens Bürgermeister.

Die Umgestaltung im Inneren des Gebäudes beinhaltet ein neues Lehrerzimmer, das künftig von allen Pädagogen der Volks- und Mittelschule genützt werden soll. Zudem wird es eine gemeinsame Mensa für alle Schüler und eine Zentralgarderobe für die Volksschüler geben. Platz für Lernnischen, um auch die Gänge nützen zu können, sind ebenfalls eingeplant. Diese Rückzugsorte sind für das Lernen in Kleingruppen und den Integrationsunterricht.

Baustart und Finanzierung des Schulumbaus

Der Zeitplan sieht folgendes vor: Mit April kommenden Jahres beginnen die Arbeiten an den Außenanlagen. „Wir hoffen, dass wir danach in den zwei Monaten der Sommerferien mit dem Innenbau rasch vorankommen werden, da wir keine Ausweichquartiere haben, meint Gresten-Lands Bürgermeister Erich Buxhofer, der ebenso wie sein Amtskollege weiß, dass der Umbau für alle eine große Herausforderung werden wird. „Da wird es viel Verständnis und Toleranz brauchen. Da sich alle diese den Schulumbau so sehr gewünscht haben, wird es uns gut gelingen.“

Bis zum ersten Spatenstich, der mit den Osterferien erfolgen soll, gilt es noch einige Dinge zu klären. Mit dem Zusammentragen der Unterlagen für die Baubewilligung und die Förderstellen ist jetzt der erste Meilenstein geglückt. Bis Dezember sollte alles für die Ausschreibung der Arbeiten fertig sein.

Die Kosten teilt sich die Schulgemeinschaft wie folgt auf. 50% übernimmt die Gemeinde Gresten, 40% Gresten-Land und mit zehn Prozent beteiligt sich Reinsberg an diesem rund Fünf-Millionen-Projekt, das mit maximal 30 Prozent gefördert wird. „Es ist eine Investition in die Zukunft und um den Schulstandort Gresten zu fördern und langfristig zu sichern“, betonen beide Bürgermeister.