Glasfaser: Wang auf gutem Weg, sehr knapp wird es in Steinakirchen

Erstellt am 14. Januar 2022 | 06:15
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Bis 31. Jänner haben Gemeinden noch Zeit, die 42-prozentige Anmeldequote für den Breitbandanschluss zu erreichen.

Voller Tatendrang war man im Oktober in den Gemeinden Steinakirchen und Wang in die Breitband-Initiative gestartet. Im Sommer 2022 soll mit der Umsetzung durch die nöGIG gestartet werden. Dazu ist es nötig, dass 42 Prozent der Haushalte in den betroffenen Gebieten sich bis Ende Jänner für einen Glasfaseranschluss anmelden. Die beiden Gemeinden schickten „Glasfaser-Botschafter“ zu den Haushalten, um für einen Anschluss zu werben. In Wang konnte kurz vor dem Lockdown auch noch eine Infoveranstaltung abgehalten werden. In Steinakirchen fiel diese Corona-bedingt aus.

In Wang ist man drei Wochen vor Schluss der Aktion guter Dinge, die 42-Prozent-Marke knacken zu können. „Wir halten aktuell bei einer Anmeldequote von rund 37,5 Prozent, haben aber noch einige Anträge am Gemeindeamt liegen, die wir eingegeben müssen. Wir sind optimistisch, wollen in den letzten 14 Tagen dennoch nochmals so richtig Gas geben. Denn immerhin geht es für die Bürger auch um eine hohe Ersparnis. Wenn sie sich bis 31. Jänner für einen Anschluss entschließen, zahlen sie nur 300 Euro Anschlussgebühr. In der Bauphase kostet es 600 Euro und später 900 Euro“, erklärt Wangs Bürgermeister Franz Sonnleitner (ÖVP).

In Wang wären die Katastralgemeinden Wang, Reidlingberg und Pyhrafeld für einen Anschluss vorgesehen. Kommen genügend Anschlüsse zustande, folgt die Detailprojekttierung. Im Sommer könnte mit den Grabarbeiten begonnen werden und spätestens ab 2023 sollte der Anschluss an das Breitband sukzessive erfolgen.

In Steinakirchen schaut es dagegen noch nicht ganz so gut aus. Aktuell hält man bei einer Anschlussquote von 30 Prozent. „Wir müssen nochmals so richtig die Werbetrommel rühren. Wir brauchen 270 von 597 theoretisch möglichen Anschlüssen. Aktuell fehlen noch Anmeldungen von den Mehrparteienhäusern und rund 80 Einzelbestellungen“, weiß Bürgermeister Wolfgang Pöhacker (ÖVP). „Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass wir es schaffen. Diese einmalige Chance dürfen wir uns in Steinakirchen nicht entgehen lassen. Die nöGIG serviert uns den Glasfaseranschluss am Silbertablett. Wir hoffen, viele noch Unentschlossene quasi auf den letzten Metern überzeugen zu können“, sagt Pöhacker.

In Steinakirchen wären im ersten Abschnitt neben dem Ortszentrum die Ortsteile Knolling, Zehethof und Götzwang für den Breitbandausbau vorgesehen. In den nächsten Tagen werden die Glasfaserbotschafter nochmals gezielt Hausbesuche vornehmen. Zudem wird ein Schreiben verschickt mit Rechenbeispielen und Stimmen aus der Bevölkerung, warum sich wer für den Breitbandanschluss entschieden hat. Pöhacker optimistisch: „Wir schaffen das!“