Die Bühne für die Region

Erstellt am 21. Dezember 2010 | 00:00
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NEUES KONZEPT / Faschingleitner präsentierte im Gemeinderat künftige künstlerische Ausrichtung der Burgarena Reinsberg.

VON CHRISTIAN EPLINGER

REINSBERG / „Hochkultur“ ist auf der Burgarena Reinsberg (vorerst zumindest) passé. 2011 werden weder Oper noch Operette am Spielplan stehen. Das verkündete Kulturreferent Vizebürgermeister Franz Faschingleitner in der Reinsberger Gemeinderatssitzung am Mittwoch, wo der Fortbestand des Veranstaltungszentrums mit hauchdünner Mehrheit beschlossen wurde (Seiten 42/43). Nach einem intensiven Wochenende und der Ablehnung des vom Land vorgeschlagenen Kulturprogramms (Faschingleitner: „Hätte uns finanziell wieder weiter belastet.“) hatten die Verantwortlichen des Burgarenavereins ihr Konzept für das Spieljahr 2011 auf die Beine gestellt.

Dieses steht auf drei Säulen: Kommerzielle Veranstaltungen wie Reggaejam, ein Stoakogler-Konzert oder die „Nacht der Musicals“ sollen ein breites Publikum ansprechen und auch entsprechend Geld einspielen.

Kinder sollen verstärkt  Zielpublikum werden

Säule Nummer zwei soll die verstärkte Ausrichtung auf die Zielgruppe Kinder, Familien und Schulklassen werden. Mit Bluatschink-Sänger Toni Knittel laufen intensive Gespräche bezüglich der Aufführung seines Kindermusicals „Ritter Rüdiger“. „Hier ist das Angebot in der Region eher begrenzt. Das zeigte sich auch bei den Kinderopern, die immer ausverkauft waren“, sagt Faschingleitner.

Der dritte Baustein soll aus der Region kommen. Faschingleitner: „Wir wollen die Arena wieder als Bühne für regionale Künstler etablieren.“ Mit „Reinsberg zuckt aus“ und dem Chöre-Festival „CHORios“ sollen regionale Kulturschaffende und regionales Publikum angelockt werden.

Ab 1. April soll es endlich  einen Kulturmanager geben

Fixe Bestandteile von „Reinsberg neu“ sind auch ein professioneller Kulturmanager ab 1. April und ein neuer Gastronomie-Schwerpunkt. „Die Kulinarik ist und war immer ein Erfolgsfaktor für die Arena. Daran müssen wir wieder anschließen. Genauso wie die Freiwilligkeit durch aktive Vereinsarbeit wieder groß geschrieben werden muss“, betont Faschingleinter.