Bezirk Scheibbs: Auch in großen Betrieben wird getestet. Ein Überblick von ZKW bis Welser.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. April 2021 (05:44)
Ab 5.30 Uhr wird im betriebseigenen Testcenter von ZKW tagtäglich eifrig getestet. Foto: ZKW Group
ZKW Group

ZKW Wieselburg

Beim größten Arbeitgeber des Bezirks, bei dem rund zwei Drittel der Mitarbeiter aus anderen Bezirken kommen, hat man seit Freitag die Kapazitäten des ZKW-Testcenters am Firmengelände enorm aufgestockt. Statt bisher drei Mal die Woche, wird nun täglich von Montag bis Freitag von 5.30 bis 15 Uhr durchgetestet.

Den Termin für die Testung können Mitarbeiter in der myZKW App buchen. „Natürlich bitten wir die Mitarbeiter auch, in ihren Heimatgemeinden testen zu gehen. Denn trotz der Ausweitung der Testzeiten und dem Forcieren von Homeoffice wo möglich, reicht es nicht, um alle Mitarbeiter jeden zweiten Tag zu testen“, erklärt Stefan Hauptmann, General Plant Manager der ZKW Lichtsysteme GmbH.

Busatis Purgstall

Bei der Firma Busatis in Purgstall gibt es bereits seit Oktober 2020 eine firmeneigene Teststraße. „Angesichts der bevorstehenden Erklärung des Bezirks als Hochinzidenzzone haben wir schon vergangene Woche eine Generalprobe gemacht, wie wir unsere Testkapazität optimal ausschöpfen können“, erklärt Geschäftsführer Christoph Jordan. Für die Mitarbeiter aus anderen Bezirken sei ein genauer Plan erstellt worden: „Wir stellen sicher, dass alle Mitarbeiter durchgetestet sind, sodass jeder tatsächlich einen gültigen Test hat, wenn er ihn braucht“, sagt Jordan.

Wittur Scheibbs

Der Aufzugskomponentenhersteller in Scheibbs bietet aktuell alle zwei bis drei Tage pro Woche Mitarbeiter-Tests an –„sowohl für die Ausreise aus dem Bezirk als auch zur eigenen Sicherheit“, wie Wittur-Geschäftsführer Isfried Janetschek mitteilt. Bereits nach Ostern wurde eine firmeninterne Testaktion gemeinsam mit dem Betriebsrat abgehalten. Wo möglich werde Homeoffice forciert. Den persönlichen Kontakt mit Lieferanten oder Geschäftspartnern hat man weitestgehend eingeschränkt. Nur in Ausnahmefälle werden firmenexterne Personen aktuell empfangen – und auch da nur mit einem negativen Testergebnis.

Worthington Kienberg

Beim Stahlflaschenproduzenten Worthington hat man mit Unterstützung der Apotheke Gaming seit Oktober zuerst anlassbezogen und seit Dezember regelmäßig interne Testmöglichkeiten während der Arbeitszeit angeboten. „Durch die Ausreisekontrollen haben wir das Testangebot auf sechs fixe Zeitfenster – jeweils Montag, Mittwoch und Freitag mittags und abends – erweitert, wodurch alle Schichtgruppen abgedeckt werden. Aufgrund der gesetzten Maßnahmen in allen Bereichen erwarten wir keine Einschränkungen im Tagesgeschäft“,erklärt Evelyn Sturl von der Worthington-Kommunikationsabteilung auf NÖN-Anfrage.

Welser Gresten

Betroffen von den Ausreisetests ist auch der Profil-Hersteller Welser. Immerhin kommen rund 550 Mitarbeiter aus anderen Bezirken. Für diese gibt es dienstags und donnerstags unternehmensintern Tests. Außerdem steht ihnen die von Welser organisierte und durchgeführte Teststraße am Montag in der Kulturschmiede zur Verfügung. Die Lehrlinge werden ohnehin zwei Mal pro Woche getestet. „Damit sind wöchentlich rund 20 Mitarbeiter von ihren Aufgaben abgezogen, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen“, erklärt Geschäftsführer Andreas Welser. Mit Lieferanten und Geschäftspartnern hat man den Kontakt großteils auf Videokonferenzen verlegt. Muss trotzdem jemand ins Werk kommen, so ist ein negativer Test vorzuweisen. Darüber hinaus arbeiten aktuell rund 320 Mitarbeiter in Homeoffice.

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