Eine nahtlose Übergabe

Erstellt am 21. Jänner 2014 | 23:59
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Foto: NOEN, Christian Eplinger
Wirtschaft / Seit Freitag ist die „Ybbstaler Solebad GmbH“, 99 Prozent im Besitz der Gemeinde Göstling, Betreiber des Ybbstaler Solebades. Für Gäste und Mitarbeiter ändert sich nichts.
Von Christian Eplinger

GÖSTLING / Aufatmen in der Tourismusgemeinde Göstling. Seit vergangenem Freitag sind alle rechtlichen Formalitäten über die Bühne. Das Ybbstaler Solebad hat einen neuen Betreiber. Die „Ybbstaler Solebad GmbH“ hat rückwirkend mit 1. Jänner 2014 den Betrieb des Solebades von der Firmengruppe g1 übernommen. 99-Prozent-Eigentümer der „Ybbstaler Solebad GmbH“ ist die Marktgemeinde Göstling, ein Prozent gehört der Raiffeisen Leasing. Als neue Geschäftsführer der GmbH agieren Vizebürgermeister Friedrich Fahrnberger und Eva Balcar (Raiffeisen Leasing). Prokurist der GmbH ist Amtsleiter Walter Ruspekhofer. Obmann des Beirates, mit dem es eine enge Zusammenarbeit geben soll, ist Hubert Jagersberger.

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Freuen sich über die nahtlose Betriebsübergabe beim Ybbstaler Solebad (von links): Solebad-Geschäftsführer Vizebürgermeister Fritz Fahrnberger, Bademeisterin Gabriele Fahrnberger, Cheftechniker Dirk Zwettler und Prokurist Amtsleiter Walter Ruspekhofer.
Foto: NOEN, Christian Eplinger

„Es war eine reibungslose Übergabe, auch wenn sie sich zuletzt noch durch einige Details etwas hinausgezögert hat. Aber die Gäste haben von dem Ganzen nichts mitbekommen. Das Solebad war durchgehend geöffnet und auch das Personal haben wir zur Gänze übernommen. Das war auch unsere Prämisse bei diesen Verhandlungen“, sagt Fritz Fahrnberger im NÖN-Gespräch.

Bädergruppe g1 ist in Göstling Geschichte 

Die Betreibergesellschaft g1, rund um deren Geschäftsführer Peter Gooss, die seit der Eröffnung im Dezember 2009 das Bad betrieben und mit der Solebad GmbH eigentlich einen Pachtvertrag für 20 Jahre abgeschlossen hatte, ist damit in Göstling Geschichte. „Von den noch offenen Außenständen sind rund 85 Prozent schon von g1 beglichen, der Rest soll in den nächsten Tagen folgen“, erklärt Walter Ruspekhofer.

In Göstling und der Region sind jedenfalls alle erfreut, dass man vorerst eine gute Lösung für den Betrieb und damit den Fortbestand des Solebades gefunden hat. Immerhin sind in den drei Unternehmungen im Ybbstaler Solebad über 60 Mitarbeiter beschäftigt: 25 im Solebad, acht in der von Markus Schrefel geführten Gastronomie und 30 im Emotion Life Center von Michael Putz. Die Verträge mit Schrefel und Putz laufen übrigens auch unverändert weiter.

Externer Betriebsleiter gesucht

In den nächsten Wochen soll jetzt ein externer Betriebsleiter installiert werden. Die Gespräche laufen. Gesucht wird ein Fachmann, der einerseits wirtschaftliches Einsparungspotenzial, als auch Konzepte für ein zusätzliches Angebot vor allem in den Sommermonaten erarbeitet. Angedacht ist eine mögliche Öffnung hin zur Ybbs. „Das Ybbstaler Solebad hat vor allem im Winter sehr gute Gästezahlen und bekommt auch großes Lob für seine hohen Qualitätsstandards von allen Seiten. Dem Gast wird bei uns um einen relativ günstigen Preis viel geboten. Dennoch müssen wir wirtschaftlich denken und nach Einsparungspotenzial suchen – ohne dass es dabei aber zu einem Qualitätsverlust kommt“, gibt Fahrnberger die Aufgabenstellung vor.

In den Wintermonaten zählt man im Solebad rund 13.000 Besucher pro Monat. Bis Mai rechnet man, dass das Solebad den 500.000sten Gast begrüßen darf – und das nach nur knapp viereinhalb Jahren Betriebszeit.