Wolfpassing

Erstellt am 21. Oktober 2018, 06:00

von Anna Faltner

Der Käse kehrt nach Wolfpassing zurück. „Erlauftaler Käsewölfe“ haben mit der Produktion gestartet. Ab Dezember wird der erste Käse am Schlossareal verkauft.

Stießen auf den Start des Probebetriebes an: Georg Wagner, Mostbaron August Frühwald, VP-Vizebürgermeister Karl Becker und Robert Bugl.  |  Michael Tanzer, privat

Der Käse kehrt wieder nach Wolfpassing zurück – gemeinsam mit den letzten beiden Lehrlingen aus der ehemaligen Molkerei: Robert Bugl und Georg Wagner. „Wir sind in die große österreichische Milchwirtschaft gewechselt, weil es keine Möglichkeiten in der Region gab. Aber wir waren immer traurig darüber, dass in Wolfpassing kein Käse mehr erzeugt wird“, erzählt Bugl. Daher entschlossen sich die beiden, eine eigene GmbH zu gründen: die „Erlauftaler Käsewölfe“.

Beim Abladen der ersten Milchlieferung am vergangenen Mittwoch direkt am Schloss-Areal.  |  Michael Tanzer, privat

Eigentlich war das Projekt zuhause am Hof von Robert Bugl geplant, VP-Bürgermeister Friedrich Salzer bot ihnen – als frisch gebackener Schlossherr – den Außenhof vom Schloss Wolfpassing als Standort an. „Die Idee hat mir einfach sehr gut gefallen“, betont der Ortschef. Nach zwei Jahren Planung und vier Monaten Bauarbeiten ist in der Vorwoche schon der erste Milchwagen vorgefahren.

Erste Käse-Verkostung Anfang Dezember

Knapp 4.000 Liter Bioheumilch aus dem Mostviertel werden täglich in der Käserei verarbeitet. Die Reifezeit dauert etwa sechs Wochen. „Ab Anfang Dezember können wir schon ein kleines Sortiment anbieten“, jubeln die Jungunternehmer, die bereits mit dem Probebetrieb gestartet haben.

Mit der Produktion starteten Robert Bugl ...  |  Michael Tanzer, privat

Vorerst verkaufen sie ihre Produkte per Verkaufsstand, ab Frühjahr 2019 wird eine Wolfpassingerin den Käse in ihrem Regionalladen am Schloss-Areal anbieten. Gleichzeitig soll auch die Schaukäserei fertig sein. „Wir planen Führungen, Verkostungen und Käseseminare. Und wir wollen Lehrlingen eine tolle Ausbildung bieten“, verrät Bugl.

Den Namen „Erlauftaler Käsewölfe“ mussten sie sich übrigens erst verdienen. „Das funktioniert nur, wenn man der Region damit ein positives Image bringt und wir die Einzigen sind, die das machen“, erklärt er.

... und Georg Wagner sofort.  |  Michael Tanzer, privat