Wieselburg: Die Hotspots der Stadt sind jetzt „online“. Die EU-Fördermittel für „WiFi4EU“ wurden im Freibad, Schlosspark, am Rathausplatz und am Hauptplatz eingesetzt. Jugend nutzt das Angebot bereits.

Von Anna Faltner. Erstellt am 12. August 2020 (04:30)
Im Schlosspark sindLeonie Babinger und Nataly Oprea (von links) bereits im kostenlosen WLAN der Stadtgemeinde eingeloggt.
Gröbner

Los ging es schon zu Ferienbeginn im Freibad. Nämlich mit dem kostenlosen WLan in der Braustadt. In den letzten Wochen wurden die Hotspots im Rahmen der EU-Förderung „WiFi4EU“ auch am Rathausplatz, im Schlosspark und am Hauptplatz installiert. Das Ganze funktioniert sehr einfach: Nach dem WLAN suchen, „WiFi4EU“ auswählen und schon kann gratis gesurft werden. Ohne Passwort.

„Mit diesem Angebot an Gratis-WLAN wollen wir den digitalen Komfort für die Wieselburger, aber auch für Gäste unserer Stadt erhöhen. Das Internet ist aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Bei Bildung, Arbeit, Freizeit, aber auch zur allgemeinen Informationssuche und zum sozialen Netzwerken gewinnt es immer mehr an Bedeutung – nicht nur für die jugendliche Bevölkerung,“ betont Stadtchef Josef Leitner.

15.000 Euro-Förderung für die WiFi-Hotspots

Im September 2019 reichte die Stadtgemeinde Wieselburg einen Antrag für die EU-Förderung „WiFi4EU“ ein und hatte damit Erfolg. Als eine von 52 Gemeinden in Niederösterreich erhielt Wieselburg von der Europäischen Kommission einen Gutschein über 15.000 Euro. Damit sollte die Einrichtung von kostenlosen WiFi-Hotspots an öffentlichen Plätzen unterstützt werden.

Konkret eingesetzt werden die Fördergelder für die Herstellung der Infrastruktur (Verkabelung), die Anschaffung von Hardware und Lizenzen sowie die Installation und Konfiguration. Für die Anschlüsse war die Firma Gamsjäger verantwortlich, für die Umsetzung die Firma „serviceIT GmbH“. Mit den für die Umsetzung des Projektes notwendigen Arbeiten wurde – beginnend mit dem Freibad – Mitte Juni gestartet. Mittlerweile sind sowohl die Arbeiten dort, als auch am Hauptplatz, im Schlosspark und am Rathausplatz fertiggestellt. Und dort wird das Angebot schon rege genutzt. Beim Spontanbesuch im Schlosspark von Gemeindemitarbeiter Dieter Gröbner stellte er fest, dass die Jugendlichen vor Ort das kostenlose Internet bereits nutzen. „Auch im Freibad funktioniert es schon wirklich gut“, berichtet Gröbner.

Bei einer Leistung von 300 Mbit pro Sekunde können bis zu 500 Benutzer gleichzeitig im Internet surfen. Ein spezielles Service des beauftragten Betreuungs- und Wartungsunternehmens garantiert darüber hinaus, dass spezielle Website-Kategorien unter anderem zum Schutz der Jugend (mit pornografischen, rassistischen oder gewaltvollen Inhalten) gesperrt werden. Ebenso ist keine Dauernutzung des kostenlosen WLANs möglich. In diesem Fall können die IP-Adressen gesperrt werden. Nach zwölf Stunden wird man automatisch ausgeloggt.

Spätestens im Laufe des nächsten Jahres erfolgt die vorerst letzte Ausbaustufe der Gratis-WLAN-Offensive der Stadtgemeinde. Am Volksfestplatz 1 wird dieses Service auch zur Verfügung gestellt. Beim zurzeit in Entstehung befindlichen Zwieselprojekt wird demnach in Zukunft ebenfalls ungehinderter Internetzugang garantiert sein.