Klaus Schneeberger: „In Zukunft blicken“. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schneeberger nimmt erstmals Stellung.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 13. März 2019 (03:40)
Baldauf
FHWN-Aufsichtsratsvorsitzender VP-Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Der Zug für Astin Malschinger und Andrea Grimm am Fachhochschul-Campus Wieselburg ist abgefahren. So lassen sich zumindest die Aussagen von FH Wiener Neustadt-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Schneeberger, seines Zeichens auch VP-Bürgermeister der Stadt Wiener Neustadt, interpretieren. Er nahm auf Anfrage der Erlauftaler NÖN erstmals nach seinem in der Vorwoche zu Ende gegangenen Urlaub öffentlich klar Stellung zu den Abgängen der beiden Studiengangsleiterinnen. Von den mittlerweile über 1.300 Unterstützern der Petiton von #AMUpower2019, die ein Wiedereinsetzen von Malschinger und Grimm fordern, zeigt sich Klaus Schneeberger unbeeindruckt.

„Es gab und gibt eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses der beiden Studiengangsleiterinnen. Deshalb gilt es jetzt, engagiert und positiv in die Zukunft zu blicken und so wie auch bislang an der erfolgreichen Entwicklung des FH-Standortes Wieselburg zu arbeiten“, betont Schneeberger, der als Bürgermeister der Stadt Wiener Neustadt auch Mehrheitseigentümer-Vertreter (70 Prozent) ist.

Auf eine nähere Diskussion bezüglich Wieselburger-Campus-Spirit oder die Befürchtungen, dass das Renommee des FH Campus Wieselburg sinken könnte, wollte Schneeberger ebenso wenig eingehen wie auf die Frage, ob man das Angebot eines Mediationsgespräches mit Ernst Ternon annehmen werde.

Auch bezüglich der Kritik, dass er sich bei der Informationsveranstaltung in Wieselburg nicht den Fragen der Studenten vor Ort gestellt habe, zeigt sich Schneeberger gelassen: „Alle Gespräche im Zusammenhang mit der einvernehmlichen Kündigung von Malschinger und Grimm sind Teil des operativen Geschäfts der Fachhochschule und somit klar im Verantwortungsbereich der Geschäftsführung.

Deshalb war die Geschäftsführung der richtige Ansprechpartner bei der Informationsveranstaltung“, erklärt Schneeberger auch in Richtung des Grünen Landtagsabgeordneten Georg Ecker, welcher der Politik vorwarf, sich nicht der Verantwortung zu stellen. Bei der Kritik von NEOS-Landessprecherin Indra Collini, dass es ein „Wettrüsten zwischen dem roten Wieselburg und dem schwarzen Wiener Neustadt“ gebe, hält sich Schneeberger an das „sehr konstruktive Statement“ von Wieselburgs SP-Bürgermeister Günther Leichtfried, in der NÖN betonte, dass sich Politik nicht in die universitäre Ausbildung einzumischen habe.