FF-Hauszubau lag quasi im Osternest. Seit drei Jahren schmiedet man Pläne, kurz vor Ostern kam grünes Licht: Feuerwehr, Gemeinde und Land einigten sich auf eine Drittel-Finanzierung.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. April 2019 (08:16)
Christian Eplinger
Freuen sich über die Einigung vor Ostern bei der Finanzierung des FF-Hauszubaus in Feichsen, von links: Verwalter Josef Plank, Kommandant-Stellvertreter Daniel Fallmann, Kommandant Christian Haslinger, Bürgermeister Harald Riemer und Landtagsabgeordneter Anton Erber.

Seit fünf Jahren wälzt die Freiwillige Feuerwehr Feichsen schon Pläne über einen Umbau ihres aus den frühen 80er-Jahren stammenden Feuerwehrhauses. Denn dieses ist alles andere als zeitgemäß. Die Umkleiden sind direkt neben den Fahrzeugen.

„Während die Kameraden die Fahrzeuge zum Einsatz vorbereiten, müssen sich die anderen direkt neben den Auspuffgasen umziehen. Das ist nicht tragbar. Von getrennten Dusch- oder Umkleidemöglichkeiten für Damen und Herren brauchen wir da gar nicht reden“, schildert FF-Kommandant Christian Haslinger die Situation. Immerhin zählt die FF Feichsen aktuell 102 Mitglieder, davon 74 aktive. Darunter wiederum gibt es mittlerweile bereits neun Frauen.

Seit drei Jahren ist die FF daher auch mit der Gemeinde Purgstall in Verhandlungen bezüglich eines links- und rechtsseitigen Zubaus. Walter Brandhofer stand der FF dabei (unentgeltlich) als Architekt und Berater zur Seite. „Links vom bestehenden Gebäude soll ein neuer Umkleidebereich kommen, rechts davon eine neue Garage samt Lagerfläche, da wir den Keller, der immer wieder unter Wasser steht, stilllegen werden“, erklärt Verwalter Josef Plank.

Auch das Obergeschoß wird um Büro- und Lagerräumlichkeiten sowie einen Aufenthaltsraum erweitert. Insgesamt verdoppelt sich dadurch die Nutzfläche für die Florianijünger. Mit den Grundeigentümern Gerhard Baierl und Martina Enner gibt es schon eine Einigung, auch wasserrechtlich ist alles abgeklärt. Letzten Endes stand nur mehr hinter der Finanzierung des rund 920.000 Euro teuren Um- und Zubaus ein Fragezeichen.

Riemer & Erber pilgerten gemeinsam zum Land

Diese konnte nun dank Einsatz von VP-Bürgermeister Harald Riemer und VP-Landtagsabgeordnetem Anton Erber noch vor Ostern abgeklärt werden. Damit lag der FF-Hauszubau quasi im Osternest der FF Feichsen. „Das Projekt war letztendlich top vor- und aufbereitet, sodass wir uns bei den harten Gesprächen am Land auf eine Drittel-Lösung einigen konnten. Wobei der wesentliche Punkt ist, dass die Feichsner heuer schon mit dem Bau beginnen können und das Land quasi die Vorfinanzierung stützt“, erklärt Anton Erber. Denn 2021, rechtzeitig vor den in Feichsen geplanten Landesfeuerwehrleistungsbewerben, soll der Bau großteils fertiggestellt sein.

„Ich freue mich, dass wir eine Lösung gefunden haben und bedanke mich sowohl beim Land, besonders bei Toni Erber, der als Türöffner fungierte, als auch bei der Feuerwehr selbst. Denn ein Drittel der Kosten aufzustellen, ist für die FF Feichsen eine Top-Leistung“, betonte Harald Riemer, der dem Projekt aber als wichtiges Vorhaben für das Feichsner Dorfleben seit seinem Amtsantritt höchste Priorität einräumte. Neben 100.000 Euro, die die FF insgesamt an Barmittel beisteuert, soll jeder der aktiven Feuerwehrleute in den zwei Jahren Bauzeit 80 Stunden an Eigenleistungen erbringen.

Mit dem Bau selbst soll so bald wie möglich begonnen werden. Zunächst muss der Gemeinderat am Donnerstag diese ausverhandelte Lösung noch absegnen. „Es ist alles vorbesprochen“, sagt Riemer. Danach starten Bauverhandlung und das Ausschreibungsverfahren. Projektträger ist die Gemeinde.

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