Lunzer wollen Begegnungszone. Neben dem Rechnungsabschluss stand auch Idee einer Begegnungszone bei der Gemeinderatssitzung im Raum.

Von Claudia Christ. Erstellt am 12. März 2019 (03:56)
Christ
Baumeister Eduard Leichtfried stellte bei der Gemeinderatssitzung die Möglichkeit einer Begegnungszone für Lunz vor.

Eine Begegnungszone in Lunz – dieser Wunsch wurde von den Lunzer Bürgern in den Dorfgesprächen bereits zum Ausdruck gebracht. Nun kam die Idee auch bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Freitag zur Sprache. Eduard Leichtfried, Baumeister und Vorsitzender des Forums Qualitätspflaster, stellte diese Möglichkeit dem Gremium vor.

So könnte künftig auf einer Länge von 250 Metern im Ortskern eine verkehrsberuhigte Tempo- 20-Zone entstehen. „Der Bereich vom Parkplatz nach dem Unimarkt bis zum Friseur würde sich da gut eignen“, erklärte Baumeister. Damit würde diese Zone nach Fertigstellung des Hauses der Wildnis und einschließlich des Kirchenplatzes den Hauptortskern darstellen.

„Wichtig ist dabei natürlich die Gestaltung, denn die muss selbsterklärend sein, ohne unnötige Bodenmarkierungen“, erläuterte der Baumeister. Zusätzlich sollen Parkplätze integriert werden. Damit das mögliche Vorhaben für die Gemeinde weniger Kosten verursacht, würde sich laut Leichtfried die Teilnahme am jährlichen Gestaltungswettbewerb von Architekturstudenten, dem „Parving Design Award“ anbieten. „Ziel dieses Wettbewerbes ist es, dass die Pflasterbauweise richtig gefördert werden soll. Damit hätten wir gute Chancen kostengünstig die bestmögliche Gestaltungsform für Lunz herauszufiltern.“

„Für die Realisierung der Begegnungszone in Lunz sehe ich sehr realistische Chancen.“Bürgermeister Martin Ploderer

Von den Gemeinderäten und Bürgermeister Martin Ploderer wurde die Präsentation wohlwollend aufgenommen. „Für die Realisierung des Projektes sehe ich hier sehr realistische Chancen“, betont Ploderer. Eine Entscheidung diesbezüglich soll bis Ende April fallen.

Bereits jetzt steht fest, dass mit Start der Sommersaison im April der Parkplatz Seehof gebührenpflichtig sein wird. „Die Parkgebühr wird gleich hoch sein wie bei den anderen Parkplätzen im Ort“, betont Bürgermeister Martin Ploderer. Diese betrage beispielsweise vier Euro pro Tag, 1,50 Euro bis eineinhalb Stunden und drei Euro bis zu drei Stunden. Erstmalig wird es für diesen Bereich auch eine Zweitages-Karte zum Preis von sechs Euro geben. „Diese könnte vor allem für Wanderer und Bergsteiger, die länger ihr Auto abstellen wollen, interessant sein“, meinte Ploderer. Gleichzeitig soll der Seeparkplatz saniert und neu markiert werden. Durch die Umgestaltung und die neue Markierung gehen einige Stellplätze verloren. Auch einige Bäume müssen gefällt werden.

Mit einem Soll-Überschuss von 445.027,69 Euro im ordentlichen Haushalt beschließt der Gemeinderat einstimmig das Jahr 2018. Der Schuldenstand hat sich um 322.487,63 Euro verringert. „Es war für uns ein ausgezeichnetes Jahr mit einem ausgezeichneten Sommer- und Winterfinanzjahr“, zog der Bürgermeister Resümee.

Um die Wasserversorgung der Gemeinde durch den Bau von Wasserleitungen sicherzustellen, beschloss der Gemeinderat die Darlehensaufnahme von 80.000 Euro. Für Kanal und Kläranlage wurde der Beschluss für ein Darlehen über 1,3 Millionen Euro gefasst.

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