Neue Wege der Zusammenarbeit. Wolfgang Pöhacker erhielt bei Bürgermeisterwahl 16 von 21 Stimmen. ÖVP und LUST unterzeichneten Übereinkommen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:22)

Eine auf Wunsch von Altersvorsitzendem Josef Ginner (LUST) ungewohnte Sitzordnung (parteimäßig durchgemischt, nach dem Alphabet), klare Wahlergebnisse und ein Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und der Liste Unabhängiges Soziales Steinakirchen (LUST). Der Start in die neue Gemeinderatsperiode in Steinakirchen bei der konstituierenden Sitzung am vergangenen Freitag verlief verheißungsvoll.

„Ich danke für das Vertrauen. Meine Hand ist ausgestreckt. In der neuen Periode ist Zusammenarbeit angesagt. Wir haben etliche schwierige Herausforderungen von der Sanierung der Volksschule über den Ausbau der Wasserversorgung bis hin zum Breitbandausbau. Das ist nur gemeinsam zu schaffen“, betonte Wolfgang Pöhacker (ÖVP), unmittelbar nachdem er mit 16 von 21 Stimmen zum zweiten Mal zum Bürgermeister von Steinakirchen gewählt worden war. Drei Stimmen lauteten auf Wolfgang Zuser (LUST), eine auf Günter Mondl.

Entscheidungen gemeinsam tragen

Eine konstruktive Zusammenarbeit soll auch ein Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und LUST garantieren, das im Vorfeld der Sitzung unterzeichnet wurde. „Wir haben uns bei der Zusammenstellung der Ausschüsse und den Wahlvorschlägen schon gut abgestimmt und wollen die wesentlichen Entscheidungen so weit wie möglich gemeinsam tragen. Entsprechend gut soll im Vorfeld der gegenseitige Informationsfluss sein“, erläuterte der neue VP-Fraktionsobmann Günter Mondl. Auch LUST-Fraktionsobmann Wolfgang Zuser ist guter Dinge: „Es weht ein frischer Wind. Ich bin sehr optimistisch, dass die neue Periode konstruktiver wird.“

Dass – so wie bei der Bürgermeisterwahl – auch bei der Wahl der Vizebürgermeisterin fünf Stimmen nicht auf Iris Steindl (ÖVP) fielen, hätte dabei nichts zu bedeuten. Die insgesamt sieben Gemeindevorstandsmitglieder – um eines mehr als in der vergangenen Periode – sowie fast alle Ausschussmitglieder wurden einstimmig gewählt.

Ein Signal der Zusammenarbeit gab es auch wieder an die FPÖ. Gemeinderat Gerhard Bayerl erhielt einen Sitz im Prüfungsausschuss, wo Josef Ginner (LUST) den Vorsitz führen wird. Die ÖVP verzichtete zugunsten Bayerls auf ein ihr zustehendes Mandat im Ausschuss.